Mit Asylzentrum Steuergelder in den Sand gesetzt | W&O

Region vor 7 Stunden

Mit Asylzentrum Steuergelder in den Sand gesetzt

Für Melanie Gehb steht es in keinem Verhältnis, dass Millionenbeträge für Flüchtlinge und Asylsuchende ausgegeben werden, während die in der Schweiz lebenden Bürger auf Wartelisten für Sozialwohnungen gesetzt werden.

Von Melanie Gehb
aktualisiert vor 7 Stunden

«Schaden behoben, Eröffnung im August», Ausgabe vom 8. Mai

Zu oben angegebenem Bericht möchte ich einen Denkanstoss geben und manche Handlungen und Entscheide hinterfragen: In Altstätten wurde vor ein paar Jahren ein Asylzentrum gebaut, und jetzt steht das neue (!) Bundesasylzentrum kurz vor der Eröffnung – nach langen Verhandlungen und Gutachten, für welche höchstwahrscheinlich auch massive Kosten angefallen sind!

Wurde jemals in Erwägung gezogen, das alte Gebäude für Übergangslösungen ärmer Menschen, welche gegebenenfalls kurzfristig ihre Wohnung verloren haben beziehungsweise verlieren werden, oder für Obdachlose zu nutzen? Es gibt leider in der Schweiz auch immer mehr Menschen, welche in die Armut abrutschen oder kein Dach mehr über dem Kopf haben und ums Überleben kämpfen. Wieso wird für diese Menschen nicht auch eine Unterkunft / Übergangslösung gesucht und geschaffen? Bei diesem Beispiel zeigt sich, wie Millionen Steuergelder in Neubauten / Immobilien gesteckt werden, welche dann Jahre später für neue Unterkünfte wieder plattgemacht werden! Solche Gebäude sollten gemeinnützig verwendet oder alternative Verwendungen in Betracht gezogen werden.

Zudem kommt bei dieser Konstellation auch noch die politische Komponente hinzu: Für Flüchtlinge und Asylsuchende werden Millionenbeträge aus Steuergeldern ausgegeben und die eigenen Bürger beziehungsweise in der Schweiz lebenden Bürger werden auf Wartelisten für Sozialwohnungen gesetzt, nur mit dem Nötigsten ausgestattet oder darauf verwiesen, dass die (noch) vorhandenen Möbel ausreichend wären. Wirklich Schutzbedürftigen sollte und kann man selbstverständlich helfen, aber innerhalb von einigen Jahren eine Unterkunft zu bauen, welche ein paar Jahre später wieder abgerissen wird und somit (Steuer-)Gelder in den Sand gesetzt werden, steht absolut in keinem Verhältnis!

Dass solche «Aktionen» den Unmut einiger Bürger anwachsen lassen und die Politik sich dadurch in andere Richtungen verschiebt, ist mehr als nachvollziehbar! Es müsste in diesem Zusammenhang ein radikales Umdenken in der Politik und den zuständigen Behörden stattfinden!

Melanie Gehb, Spengelgass 19, 9467 Frümsen