Traditionell wurde der Abend mit einem Marsch eröffnet, bevor ein feines Abendessen serviert wurde. Danach standen einige personelle Veränderungen sowie wichtige Entscheide für die Zukunft der Musikgesellschaft Sennwald (MGS) auf der Traktandenliste.
Rückblick auf erfolgreiches Vereinsjahr
Wie es in einer Medienmitteilung heisst, blickten Präsidentin Andrea Wohlwend und Dirigent Roland Wohlwend in ihren Jahresberichten auf die Höhepunkte des vergangenen Vereinsjahres zurück. Ein besonderer Höhepunkt war die Musikunterhaltung «Mission: Impossible» Ende Februar, die gleich zweimal vor einer voll besetzten Halle aufgeführt werden konnte.
Nach einer intensiven Probephase stand an Auffahrt mit der Teilnahme am Eidgenössischen Musikfest in Biel ein weiterer musikalischer Höhepunkt auf dem Programm. Insbesondere beim Konzertwettbewerb konnte die MGS ihre Leistung abrufen. Mit dem 3. Rang erreichte der Verein das beste Ergebnis seiner Vereinsgeschichte. Auch die zahlreichen weiteren Auftritte und Platzkonzerte waren musikalisch gut gespielt und erfreuten sich eines guten Besuchs.
Neuzugänge und ein Abschied für immer
Dass die MGS musikalisch und personell wächst, war an der Hauptversammlung ebenfalls deutlich zu spüren. Seit dem vergangenen Vereinsjahr wirken neun zusätzliche Musikantinnen und Musikanten mit. Acht von ihnen haben sich nun entschlossen, auch offiziell Mitglied der MGS zu werden. Mit Applaus wurden sie an der Hauptversammlung in den Verein aufgenommen. Traurig musste die MGS im Februar von ihrem treuen Vereinsmitglied Erich Federli für immer Abschied nehmen. Zu seinen Ehren wurde eine Schweigeminute abgehalten.
Per Hauptversammlung zählt die MGS 48 Aktivmitglieder. Auch der Nachwuchs ist erfreulich zahlreich vertreten: In der Jugendmusik spielen aktuell 30 Jungmusikanten, die Youngsters zählen zehn Mitglieder. Diese positive Entwicklung im Nachwuchsbereich, dank intensiver Arbeit der MGS, erfreut auch die Jugendverantwortliche, Jeannine Wohlwend. Positiv zu erwähnen sei insbesondere, dass im Sommer wieder einige Kinder mit dem Erlernen eines Instrumentes begonnen haben, schreibt die MGS in ihrer Mitteilung. Einige von ihnen fanden bereits nach wenigen Wochen Instrumentalunterricht den Weg zu den Youngsters.
Kurt Roduner übernimmt von Andrea Wohlwend
Auch im Vorstand stehen Veränderungen an. Nach drei Jahren gibt Andrea Wohlwend das Präsidium an Kurt Roduner weiter. Er wurde von der Versammlung einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt. Da Rolf Tinner aus dem Verein austritt und damit auch sein Amt als Aktuar abgibt, wird Andrea Wohlwend künftig als Aktuarin im Hintergrund tätig sein. Eine weitere Veränderung ergibt sich beim Amt der Kassierin: Barbara Vogel hat sich aus privaten Gründen entschieden, diese Aufgabe nicht mehr weiterzuführen. Manuela Roduner hat sich bereit erklärt, das Amt für zwei Jahre auszuführen, um es danach voraussichtlich in jüngere Hände zu übergeben.
Die Hauptversammlung bietet jeweils auch Gelegenheit, verdiente Vereinsmitglieder zu würdigen. So wurde Ueli Berger im vergangenen Vereinsjahr für 25 Jahre aktives Musizieren zum kantonalen Veteran ernannt. An der Musikunterhaltung durfte Roland Wohlwend zudem die besondere Ehre entgegennehmen, zum Ehrendirigenten der MGS ernannt zu werden.
Der Verein konnte ausserdem dem Waldhornisten Simon Tinner zur Beförderung zum Leutnant der Schweizer Militärmusik gratulieren. Auch seinem Bruder Laurin Tinner durfte zur bestandenen Militärmusikprüfung gratuliert werden. Schon bald stehen weitere Ehrungen an: In zwei Wochen werden Rolf Tinner, Verena Federli und Fredi Signer an der Kantonalen Delegiertenversammlung für 50 Jahre aktives Musizieren zu kantonalen Jubilaren ernannt.
Ein gut gehütetes Vereinsgeheimnis
Das wohl wichtigste Traktandum der Hauptversammlung hiess «Neuuniformierung 2028». Wenige Tage zuvor hatte der Uniformenhersteller Schuler Manufaktur die beiden von der Uniformenkommission zusammengestellten Modelle dem gesamten Verein präsentiert. Nun galt es, einen grundlegenden Entscheid über Farbe und Modell zu treffen. Die Vereinsmitglieder waren sich fast einig. Wofür sie sich entschieden haben, bleibt vorerst ein gut gehütetes Vereinsgeheimnis. Erst im März 2028 soll gelüftet werden, in welchem neuen Gewand die MGS künftig auftreten wird.
Mit einem Dessert und etwas live gespielter Blasmusik klang die Hauptversammlung schliesslich aus. Die MGS blickt damit auf ein ereignisreiches Vereinsjahr zurück und gleichzeitig nach vorne. Der Verein möchte auch künftig gute Musik machen, erfolgreiche Nachwuchsförderung betreiben und viele gesellige Stunden gemeinsam verbringen.
Musikgesellschaft hat neuen Präsidenten und ein gut gehütetes Geheimnis