Nachspiel: Die E-Trottinett-Affäre nimmt ihren Lauf | W&O

Liechtenstein vor 10 Stunden

Nachspiel: Die E-Trottinett-Affäre nimmt ihren Lauf

Eine Woche nach dem E-Scooter-Vorfall in Mauren beantragt die Staatsanwaltschaft eine Voruntersuchung gegen zwei Polizisten.

Von Eva Wenaweser
aktualisiert vor 10 Stunden

Der Vorfall von vergangener Woche, als es in Mauren zu einer Verfolgungsjagd zwischen der Landespolizei und einem 12-jährigen E-Scooter-Fahrer kam, wird nun von der Staatsanwaltschaft und dem Landgericht geprüft. Wie Brigitte Kaiser, Stellvertreterin des Leitenden Staatsanwalts, dem Liechtensteiner «Vaterland» mitteilt, liegt ihnen zwischenzeitlich ein Bericht der Landespolizei vor.

Beim Untersuchungsrichter wurden Vorerhebungen gegen die beiden Polizisten beantragt. «Da der Verdacht einer strafbaren Handlung gegen die Polizisten im Raum steht, wird der Sachverhalt durch den Untersuchungsrichter erhoben», so Kaiser. Erst wenn feststehe, was genau vorgefallen sei, werde eine rechtliche Beurteilung des Handelns erfolgen. Entsprechend gilt die Unschuldsvermutung.

Polizeichef sieht keinen Grund für Suspendierung

Polizeichef Jules Hoch sieht nach wie vor davon ab, bei der Regierung eine Suspendierung der Polizisten zu beantragen. Bei Einleitung eines Strafverfahrens könnte zwar eine Suspendierung beantragt werden, wobei jedoch eine Gesamtbewertung des Falls vorzunehmen ist. «Ich sehe die Voraussetzungen für eine Suspendierung nicht gegeben und werde daher keinen Antrag bei der Regierung stellen», so Hoch. Der Polizeichef möchte die Ergebnisse der Vorerhebungen abwarten.

Bub, der vor der Polizei floh, kann nicht belangt werden

Gegen den Lenker des E-Scooters, der sich trotz Aufforderungen, Blaulicht und Sirene einer Personenkontrolle entzogen und seine Fahrt fortgesetzt hat, besteht laut Brigitte Kaiser der Verdacht der Übertretung diverser Delikte gegen das Strassenverkehrsgesetz. «Er kann jedoch wegen Strafunmündigkeit nicht dafür belangt werden.» Der 12-Jährige stürzte infolge der Verfolgung und zog sich dabei grossflächige Schürfwunden zu.