Nola Menzi zweimal zweitbeste Schweizerin | W&O

Schwimmen 24.07.2023

Nola Menzi zweimal zweitbeste Schweizerin

An den Nachwuchs-Schweizer-Meistershaften in Chiasso gewann die Schwimmerin vom SC Flös Buchs Silber über 200 Meter Brust sowie 200 Meter Lagen.

Von Michelle Weder
aktualisiert am 24.07.2023

Mehr als 500 Nachwuchsathletinnen und -athleten aus 57 Vereinen fanden sich vergangene Woche an den Nachwuchs-Schweizer-Meisterschaften (NSM) in Chiasso zum Kräftemessen ein.

Für den lokalen Schwimmclub Flös Buchs nahmen neun Nachwuchskräfte teil, die sich in den letzten Monaten mit starken Leistungen für den Wettkampf qualifizieren konnten. Eine von ihnen, Nola Menzi, sorgte im Tessin dafür, dass der SC Flös erstmals seit neun Jahren einen Podestplatz an den NSM holt.

Mit perfektem Lauf wäre gar Gold möglich gewesen

Nola Menzi reüssierte über 200 Meter Brust und gewann hinter Mia Zurbriggen vom SK Bern die Silbermedaille. Am Folgetag belegte sie über 100 Meter Brust Rang vier.

Einen Tag später gelang ihr noch einmal der Sprung aufs Podest: sie wurde mit neuer persönlicher Bestzeit über 200 Meter Lagen Zweite hinter Matilde Borsa vom A-Club Swimming Team Savosa. Über 50 und 100 Meter Freistil schaffte sie ausserdem den Einzug in den B-Final (Ränge elf und zwölf).

Die letzte Medaille für den SC Flös gewann Tara Lukic 2014 über 100 Meter Freistil. Dass es gerade für zwei Podestplätze reichte, freute Menzi sehr:

Natürlich hätte ich mir Gold gewünscht und mit einem perfekten Lauf wäre es über 200 Brust auch möglich gewesen. Aber ich bin trotzdem extrem stolz auf meine beiden Silbermedaillen.

Wie Menzi beschreibt, waren es harte Rennen und sie habe alles gegeben. Das Timing für die Medaillen war indes perfekt: «Das war meine letzte NSM, nächstes Jahr bin ich zu alt. Deshalb bin ich sehr dankbar, dass es aufgegangen ist und ich mit zwei Podestplätzen abschliessen konnte.»

Emilia Mihálszki ging Finallauf zu ehrgeizig an

Für einen grandiosen Exploit sorgte Emilia Mihálszki über 200 Meter Brust. Sie verbesserte ihre persönliche Bestzeit um mehr als fünf Sekunden und qualifizierte sich als Dritte für den Finallauf.

Emilia Mihálszki ging den finalen Lauf zu rasch an und verfehlte am Ende die Podestplätze.
Emilia Mihálszki ging den finalen Lauf zu rasch an und verfehlte am Ende die Podestplätze.
PD

Diesen ging sie dann zu ehrgeizig an und die Kräfte reichten nicht bis zum Schluss. Die Zwölfjährige beendet das spannende Rennen auf dem guten fünften Rang.

Einen weiteren Finalplatz erreichte sie über 100 Meter Brust, sie belegte im Final Rang sieben. Über die 200 Meter Lagen platzierte sie sich auf Rang 14. Das junge Flöser Nachwuchstalent hat mit diesen Leistungen einen soliden Grundstein für die Zukunft gelegt.

Langstrecken-Diplomrang für Levente Nagypál

In die Diplomränge schwamm ebenfalls Levente Nagypál. Über 800 Meter Freistil belegte er Rang sechs, obwohl er deutlich über seiner persönlichen Bestzeit lag. Die 400 und 200 Meter Freistil gelangen dem 14-Jährigen nicht optimal, es reicht dennoch für die Ränge zehn und zwölf.

Lukas Strojny belegte über 100 Meter Schmetterling im Vorlauf Rang sieben und zog bei den 16-Jährigen in den A-Final ein. Hier musste er eine Disqualifikation in Kauf nehmen und fiel aus der Endwertung. Die neue persönliche Bestzeit aus dem Vorlauf ist jedoch vielversprechend für die neue Saison. Der Kantonsschüler belegte ausserdem über 100 Meter Rücken Rang 14 und über 200 MeterLagen Rang 16.

Eine neue persönliche Bestzeit stellte Lars Peppinghaus über 200 Meter Schmetterling auf. Als Deutscher mit Wohnsitz in Österreich darf dieser Flöser, der bei den 13-Jährigen Platz zwölf erreicht hätte, nur ausser Konkurrenz schwimmen.

Die Qualifikation allein ist schon ein Erfolg

Für die jüngste Kategorie findet innerhalb der NSM der Futura Final statt. Pro Jahrgang qualifizierten sich schweizweit die schnellsten 16 Athleten. Julian Diez konnte sich bei den 13-Jährigen mit neuer persönlicher Bestzeit über 400 Meter Freistil Rang elf erkämpfen. Über 200 Meter Freistil belegt er Rang 13.

Die beiden Brustspezialisten Matisse Mamin und Levin Hodzic sowie der Rückenspezialist Amir Zargartou waren ebenso am Start. Sie zeigten solide Leistungen und sammelten wertvolle Erfahrungen. Für sie war die Teilnahme bereits ein Erfolg. Nur schon die Limiten für eine NSM zu schwimmen ist eine starke Leistung.