Die Revitalisierung des Werdenberger Binnenkanals (WBK) in Sevelen zeigt Wirkung. Nur ein Jahr nach der offiziellen Eröffnung präsentiert sich der Abschnitt bereits als vielfältiger Naturraum. Pflanzen, Tiere und Wasserläufe haben den neu gestalteten Bereich rasch angenommen und ein wertvolles Rückzugsgebiet entstehen lassen.
Bei einem Augenschein machte sich die Kommission des WBK-Unternehmens kürzlich selbst ein von Bild der Entwicklung. Dabei zeigte sich: Der revitalisierte Kanalabschnitt erfüllt nicht nur ökologische Erwartungen, sondern stösst auch in der Bevölkerung auf grosses Interesse. «Das Naherholungsgebiet wird rege genutzt», sagt WBK-Präsident Eduard Neuhaus. Besonders erfreulich sei die Resonanz auf den Lernpfad entlang des Gewässers, der Besucherinnen und Besuchern die Natur und die Geschichte des Binnenkanals näherbringt.
Die Auswirkungen sind noch offen
Weniger erfreulich ist die Entwicklung bei der geplanten dritten Revitalisierungsetappe in Sennwald. Diese konzentriert sich insbesondere auf den Hochwasserschutz und soll gleichzeitig ökologische Aufwertungen ermöglichen.
Im Rahmen von Bodenuntersuchungen wurden Belastungen mit PFAS festgestellt. Nun müssen zunächst die weiteren Schritte mit den zuständigen kantonalen Stellen geklärt werden. Dadurch wird es zu Verzögerungen im Projektablauf kommen. Die betroffenen Grundeigentümer werden in diesen Tagen über die Situation informiert.
«Welche konkreten Auswirkungen die PFAS-Belastung auf das Projekt haben wird, kann aktuell noch nicht abschliessend beurteilt werden», sagt Eduard Neuhaus. Er betont, dass das WBK-Unternehmen nicht der Verursacher der PFAS-Belastung sei.
Die neuen Erkenntnisse seien im Zuge der Vorabklärungen für die Hochwasserschutz- und Revitalisierungsmassnahmen ans Licht gekommen. Trotz der neuen Ausgangslage will das Unternehmen am Ziel festhalten, die vorgesehenen Hochwasserschutz- und Revitalisierungsmassnahmen möglichst ohne Verzögerungen voranzutreiben. Dies in erster Linie, um den Schutz für ein statistisch betrachtet alle hundert Jahre stattfindendes Hochwasserereignis sicherstellen zu können.
PFAS im Boden nachgewiesen: Hochwasserprojekt verzögert sich