Projekt «Zäme hebä, zäme lebä» trägt erste Früchte | W&O

Wildhaus-Alt St.Johann 07.04.2026

Projekt «Zäme hebä, zäme lebä» trägt erste Früchte

Die Gemeinde Wildhaus–Alt St.Johann bereitet sich gemeinsam mit ihrer Bürgerschaft auf die Zukunft vor. Am Freitag präsentiert sie konkrete Ideen.

Von PD
aktualisiert am 07.04.2026

In den vergangenen Monaten haben sich viele Bürgerinnen und Bürger im Rahmen des Projekts «Zäme hebä, zäme lebä» Gedanken zur Zukunft ihrer Gemeinde gemacht und Projekte für eine lebenswerte Zukunft in Wildhaus-Alt St.Johann entwickelt.

Das Projekt startete im Herbst 2025, als der Gemeinderat beschloss, am Pilotprogramm von Alpinfra teilzunehmen. Professionelle Begleitung komme von der Firma Planval. Eine Begleitgruppe aus Bürgerinnen und Bürgern aller Altersgruppen sorge dafür, dass die Bevölkerung von Beginn an in die Planung und Umsetzung einbezogen wird.

Bedürfnisse erkennen, Chancen nutzen

Zu Beginn wurden in einer Online-Umfrage und durch Datenanalysen die wichtigsten Bedürfnisse und Herausforderungen der Gemeinde erfasst. Die Ergebnisse zeigten: Natur, Landschaft, Freizeitangebote, das Vereinsleben und lokale Traditionen sind zentrale Stärken von Wildhaus-Alt St.Johann – und sollen unbedingt erhalten bleiben. Gleichzeitig wünscht sich die Bevölkerung mehr Gemeinschaft, stärkere Zusammenarbeit und die Nutzung von Synergien.

Diese Erkenntnisse bestätigten rund 70 Teilnehmende im ersten Workshop, bei dem auch konkrete Themen diskutiert wurden: Verkehr, fehlende Indoor-Freizeitangebote, Zentrumsgestaltung, Kommunikation, Angebote für junge Erwachsene und generationenübergreifende Aktivitäten. Bereits am ersten Workshop sei schnell klar geworden, dass die Gemeinde sehr geschätzt wird und ein sehr  grosses Entwicklungspotenzial hat. Viele Personen setzten sich mit Herzblut für ihre Gemeinde ein.

Im zweiten Workshop wurden die Projektideen weiterentwickelt und konkretisiert. Gemeindepräsident Thomas Diezig betonte, dass alle Ideen machbar, relevant und im Einklang mit den Zielen des Gemeinderats seien. Nach den Workshops gingen die Projektgruppen intensiv ans Werk: Konzepte wurden erarbeitet, Finanzierungen geprüft, Netzwerke aufgebaut und teilweise bereits erste Schritte umgesetzt (siehe Kasten).

Eine Vision verbindet alle Projekte

Die Projektideen sind vielfältig, doch sie verfolgen ein gemeinsames Ziel: Wildhaus-Alt St.Johann soll ein Ort sein, an dem Lebensqualität, Gemeinschaft und Engagement für alle Generationen im Mittelpunkt stehen. Die Bürgerinnen und Bürger ziehen gemeinsam an einem Strang – für eine Zukunft, in der Jung und Alt glücklich, verbunden und stolz auf ihre Gemeinde sind.

Am 10. April lädt die Gemeinde zu einer Infoveranstaltung mit anschliessendem Apéro ein. Dabei stellen die Projektteams ihre Ideen und Fortschritte im Detail vor und stehen für Fragen sowie Anregungen aus der Bevölkerung zur Verfügung. Die Veranstaltung findet im Hotel Hirschen statt und beginnt um 20 Uhr.

Erste Ideen

  • Eine Gruppe junger Erwachsener gründete einen Verein, um das Nachtleben im Toggenburg zu beleben.
  • Mit einem Netzwerk Alter sollen die bestehenden Angebote für Seniorinnen und Senioren gebündelt, Synergien genutzt, Lücken identifiziert und anschliessend neue Angebote geschaffen werden.
  • Ein Frischmarkt soll von Mai bis Dezember alle zwei Wochen regionale Produkte anbieten und zum Treffpunkt werden. Standort, Rahmenbedingungen und Produzentenkontakte werden aktuell organisiert; mit dem Ziel, diesen Frühling zu starten.
  • Die Kommunikationsgruppe plant eine Gemeinde-App, einen gemeinsamen Veranstaltungskalender sowie digitale Infobildschirme an öffentlichen Orten und in Hotels, um bestehende Angebote sichtbarer zu machen.
  • Grössere Projekte, wie ein potenzielles Indoor-Zentrum, befinden sich noch in der Konzeptphase.