RC Oberriet-Grabs: Dritte Niederlage im dritten Kampf | W&O

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RC Oberriet-Grabs: Dritte Niederlage im dritten Kampf

Auswärts in Auw musste sich der RC Oberriet-Grabs der RS Freiamt mit 14:27 geschlagen geben.

Von PD
aktualisiert vor 1 Stunde

Die Ausgangslage vor dem Kampf bei der Ringerstaffel Freiamt war für den Ringerclub Oberriet-Grabs dieselbe wie in den ersten beiden Runden. Mit Andreas Vetsch, der sich zurzeit an einem internationalen Turnier in Kroatien den Feinschliff vor den Weltmeisterschaften holt, fehlte zusätzlich zu den bekannten Absenzen auch noch der Mannschaftscaptain.

Doch auch die RS Freiamt musste auf wichtige Kräfte verzichten, unter anderem auf die Brüder Leutert und den verletzten Saya Brunner. Entsprechend standen auf beiden Seiten viele Nachwuchskräfte auf der Matte. Nach der Abwaage war dennoch klar: Auf dem Papier waren die Aargauer deutlich stärker besetzt.

Lio Rüegg feierte klaren Punktesieg

Die Begegnung bis 87 kg Greco wurde in Absprache beider Mannschaften vorgezogen. Für den RCOG trat Co-Vereinspräsident Dominik Steiger an. Gegen den ehemaligen Internationalen Marc Weber war er auch körperlich deutlich unterlegen. Beim Stand von 0:13 versuchte Steiger im Bodenkampf mit einem Konter, die vorzeitige technische Niederlage abzuwenden, wurde dabei jedoch abgefangen und verlor auf die Schultern. Für den ersten Gästesieg sorgte bis 57 kg Freistil Lio Rüegg. Der 16-jährige Eichberger bestimmte die Begegnung gegen Mike Schweizer von Beginn weg, erkämpfte sich Punkt um Punkt und gewann souverän mit 16:0. Danach musste Jorden Bishing, der erste Liechtensteiner überhaupt, der in der höchsten Schweizer Ringerliga kämpfte, gegen Nikita Gerasymenko Lehrgeld bezahlen. Er wurde ausgepunktet. Rio Goldener erging es bis 60 kg Greco gleich wie Steiger: Er musste gegen Kevin Birchler Punkt um Punkt abgeben, versuchte in der letzten Aktion mit einem riskanten Konter, die drohende technische Niederlage zu verhindern, wurde abgefangen und auf den Rücken gelegt.

Eine beachtliche Leistung zeigte Kristof Hodos bis 97 kg Freistil gegen Nachwuchs-Nationalkaderringer Jacek Fudalej. Hodos ging zunächst mit 1:0 in Führung und hielt die Begegnung bis zur Pause beim Stand von 1:1 offen. Erst in der zweiten Halbzeit kam Fudalej mit mehreren Angriffen durch. Der auf diese Saison hin zu Freiamt transferierte 19-Jährige gewann mit 1:6. Zur Pause lag der RCOG mit 5:14 zurück.

Gebrüder Ritter sorgten für weitere RCOG-Siege

Nach der Pause traf Malik Mehrab bis 65 kg Freistil auf den routinierten Randy Vock. Mehrab suchte die Offensive, doch Vock spielte seine Erfahrung aus und konterte immer im richtigen Moment. Bereits zur Pause lag Mehrab mit 1:10 zurück, am Ende musste er sich mit 1:16 geschlagen geben. Mit Spannung erwartet wurde das Duell zwischen Janis Steiger und Michael Bucher bis 67 kg Greco. Doch der Kampf dauerte nur 30 Sekunden: Bucher erwischte den 24-jährigen Steiger mit einem Hüfter und legte ihn mit der ersten Aktion des Kampfes auf die Schultern.

Danach zeigte Tinio Ritter bis 74 kg Freistil einen starken Kampf gegen Ivan Huber. Der 19-jährige Altstätter übernahm sofort das Zepter und führte nach eineinhalb Minuten bereits mit 8:0. Zwar musste er sich einmal aus der Zone drängen lassen und einen Punkt abgeben, doch er siegte 16:1 durch technische Überlegenheit. Bis 86 kg Freistil wehrte sich Abas Ayoubi gegen Kimi Käppeli nach Kräften, musste dem Freiämter aber Punkt um Punkt zugestehen und sich vorzeitig geschlagen geben. Den Schlusspunkt setzte Sirin Ritter bis 77 kg Greco. Sein Gegner Tim Schreiber gab aufgrund einer Verletzung Forfait, womit die letzten vier Mannschaftspunkte kampflos an den RC Oberriet-Grabs gingen.

Am Ende stand eine 14:27-Niederlage auf der Resultattafel, die RCOG-Coach Christian Graupeter wie folgt einzuordnen wusste: «Wenn wir Dominik Steiger weglassen, der heute wegen vieler Absenzen eingesprungen war, sind wir mit einem Team aufgetreten, das gut und gerne in acht Jahren noch in dieser Konstellation ringen könnte. Die sind alle so jung. Sechs der zehn Ringer sind 19 Jahre alt oder jünger. Was mir richtig gut gefallen hat, ist, dass Lio Rüegg und Tinio Ritter ihre Dominanz ausgespielt haben. Die beiden haben echt stark gekämpft.»