Rechnung schliesst mit Defizit ab – aber besser als budgetiert | W&O

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Sennwald vor 2 Stunden

Rechnung schliesst mit Defizit ab – aber besser als budgetiert

Die Gemeinde Sennwald verzeichnet 2025 ein Minus von rund 774’000 Franken. Der Steuerfuss soll trotzdem bei 70 Prozent bleiben. Erhöht werden soll jedoch der Grundsteuersatz.

Von PD/ch
aktualisiert vor 1 Stunde
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Der Gemeinderat hat kürzlich die Jahresrechnung 2025 sowie das Budget für das Jahr 2026 beraten. Trotz eines Defizits blicke die Gemeinde auf ein finanziell erfolgreiches Jahr zurück, da das Ergebnis massiv besser ausfiel als ursprünglich prognostiziert, heisst es in einer Medienmitteilung.

Die Rechnung 2025 schliesst mit einem Defizit von rund 774’400 Franken ab. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von rund 5,5 Mio. Franken. Die Differenz von knapp 4,73 Mio. Franken resultiere aus einem umsichtigen Umgang mit den Finanzen sowie höheren Steuererträgen bei den natürlichen Personen sowie bei den Erträgen aus Liegenschaftsverkäufen, schreibt der Gemeinderat in seiner Medienmitteilung.

Minderausgaben in nahezu allen Bereichen

Die Besserstellung der Rechnung ziehe sich durch nahezu alle Bereiche der Verwaltung. Besonders hervorzuheben sei der Bereich Finanzen und Steuern, der mit einem Plus von über 2,1 Mio. Franken abschloss. Auch in der allgemeinen Verwaltung konnten namhafte Minderausgaben verzeichnet werden, darunter allein 350’000 Franken im Bereich Informatik.

Im Verkehrsbereich fielen die Kosten für den Strassenunterhalt um rund 270’000 Franken geringer aus als geplant, ergänzt durch tiefere Personal- und Honorarkosten. Die Bildung profitierte ebenfalls von Einsparungen beim Personalaufwand und im Unterhalt von insgesamt über 300’000 Franken. Im Sozialbereich führten unter anderem höhere Bundesbeiträge im Asylwesen sowie geringere Ausgaben in der Sozialhilfe zu einer Entlastung von über 450’000 Franken.

Strategische Investitionen in die Zukunft

Die Gemeinde Sennwald verfügt per Ende 2025 über ein Eigenkapital von rund 39,5 Mio. Franken. Der Gemeinderat beantragt der Bürgerschaft, das Defizit durch eine Entnahme aus dem Eigenkapital zu decken.

Der Gemeinderat hält an seinem Ziel fest, den bestehenden Investitionsstau bei der öffentlichen Infrastruktur abzubauen. In den kommenden fünf Jahren sind Investitionen von rund 40 Mio. Franken geplant. Schwerpunkte bilden der Neubau der Doppelmehrzweckhalle Türggenau in Salez, der Neubau des Schwimmbads Salez, die Sanierung von Strassen und Brücken sowie die Schulraumplanung.

Diese Investitionen sollen sicherstellen, dass die kommende Generation eine intakte Infrastruktur übernehmen kann, heisst es in der Medienmitteilung weiter.

Erhöhung des Grundsteuersatzes um 0,2 ‰

Aufgrund der anhaltend hohen Ausgaben im Bereich der Hoch- und Tiefbauten sowie unter Berücksichtigung des Finanzplans schlägt der Gemeinderat keine Veränderung des Steuerfusses für das Jahr 2026 vor. An der Bürgerversammlung vom 30. März wird der Bürgerschaft die Beibehaltung des Steuerfusses von derzeit 70 Prozent beantragt.

Um anstehende Grossprojekte nachhaltig zu finanzieren, schlägt der Gemeinderat jedoch eine Anpassung der objektbezogenen Steuern vor. Der Grundsteuersatz soll per 1. Januar 2026 von 0,5 ‰ auf 0,7 ‰ der amtlichen Verkehrswerte erhöht werden. Dies ermögliche eine Stärkung der Einnahmen, ohne die gesamte Bevölkerung übermässig zu belasten. Der Grundsteuersatz ist erst vergangenes Jahr von 0,7 auf 0,5 ‰ gesenkt worden, nachdem der Antrag eines Bürgers an der Bürgerversammlung gutgeheissen worden ist

Tarife für Wasser, Abwasser und Abfall bleiben gleich

Die Spezialfinanzierungen schlossen 2025 mehrheitlich positiv ab, sodass entsprechende Einlagen in die Reserven vorgenommen werden konnten. Zusammengefasst präsentieren sich die Spezialfinanzierungen wie folgt:

Die bestehenden Gebührentarife für Wasser, Abwasser und Abfall werden beibehalten.