Rücktritte im Fussballcamp-OK: Der Jubiläumsanlass war der letzte Akt | W&O

02.09.2022

Rücktritte im Fussballcamp-OK: Der Jubiläumsanlass war der letzte Akt

Die Nachwuchskicker dürfen beruhigt sein: OK-Mitglieder kommen und gehen – das Werdenberger Fussballcamp aber bleibt bestehen.

Von robert.kucera
aktualisiert am 28.02.2023
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[gallery link="file" columns="4" ids="24038,24039,24040,24041,24042,24043,24044,24045,24046,24047,24048,24049,24050,24051,24052,24053"] Die Jubiläumsausgabe des Werdenberger Fussballcamps auf der Buchser Rheinau stellt das Ende einer Ära dar. «Bis dahin – aber nicht weiter», so lautete das Motto von jenen drei OK-Mitgliedern, die am längsten dabei sind und nun die Verantwortung in andere Hände legen möchten. «Wir haben uns sehr auf das 20-Jährige gefreut und dafür gesorgt, dass es was Spezielles wird», äussert sich das scheidende OK-Mitglied Niggi Lippuner. Er ist von Anfang an dabei, engagierte sich als Trainer, in der Küche und war seit 2007 im OK. Mit ihm gehen OK-Präsident Erich Göldi (seit 2011 im OK) und Ivan Eugster (seit 2014 im OK). Neben den gewohnten Camp-Attraktion gab es heuer gratis Soft Ice, eine Regenjacke für alle Teilnehmenden sowie eine reiche Super-League-Trikots-Verlosung.

Genügend Interessierte für die OK-Nachfolge

Mit dem Abschied des Trios tauchte aber alsbald die bange Frage auf, ob es denn mit dem beliebten Fussballcamp überhaupt weitergehe. Deshalb bettete Lippuner am Schlusstag des Camps in seiner Abschlussrede auch ein, dass man sich trotz Ausscheidens von drei OK-Mitgliedern keine Sorgen machen müsse und man garantieren könne, dass Nachwuchskicker aus der Region auch im nächsten Jahr ihre Fertigkeiten am Ball trainieren und zeigen können So kurz nach dem 20. Werdenberger Fussballcamp könne man, was die OK-Nachfolge betrifft, noch nichts Konkretes mitteilen. Der Findungsprozess mit anschliessender Übergabe ist am Laufen, Lippuner spricht von «genügend Interessierten.»

Strahlende Kinderaugen sind der schönste Dank

Spricht man Niggi Lippuner auf die schönsten Erlebnisse der 20 Austragungen an, pickt er sich kein Ereignis heraus. Er sagt:
Wenn ich auf die Rheinau komme und die strahlenden Kinderaugen sehe, dann weiss ich, weshalb wir das Camp durchführen.
Die Dankbarkeit der Kinder und der Eltern stellt eine grosse Befriedigung dar. Zudem hält er fest, dass es eindrücklich sei, 182 Kinder im einheitlichen Dress herumlaufen zu sehen. Auf diesen Moment freuen sich jeweils alle OK-Mitglieder, «weil es einfach Hammer aussieht», ist Lippuner verzückt, wenn er nur daran denkt. Aus Sicht des OK sind ausserdem jene Augenblicke hervorzuheben, in welchen klar wird: Es funktioniert. Lippuner nennt als Beispiel das sonntägliche Einpacken der Rucksäcke.
Wenn alles aufgeht, ist das ein super Gefühl und wir können sagen: Wir sind parat, morgen startet das Camp.

OK ist gefestigt im Krisenmanagement

Die letzte Anspannung der Organisatoren fällt jedoch erst am Montagnachmittag. Denn jedes Kind erhält den obligaten prall gefüllten Rucksack. Kein Kind darf beim Ablesen der Liste am Ende sitzen bleiben, weil es vergessen wurde. Die Angst vor diesem Fehler geht jedes Jahr um – letztlich unbegründet. «Über all die Jahre ist es immer aufgegangen. Ein Hammer-Feeling», sagt Niggi Lippuner. Und doch wurde das Krisenmanagement des OK bereits einige Male auf die Probe gestellt. «Am Ende muss alles bereinigt sein, ohne dass es die Kinder mitgekriegt haben. Das ist das Ziel», hält Lippuner fest. Als Beispiele hält das OK-Mitglied zwei Erlebnisse fest. Zum einen musste man am Montagmorgen zwei falsche Namen auf den Dressen entfernen, respektive die richtigen neu aufdrucken. Eine andere Episode war jene, als man am Freitagmorgen bemerkt hatte, dass die Etiketten auf den Pokalen falsch beschriftet waren.

Grosse Neugier, wie der neue Dress aussieht

Eine wichtige Lektion lernte das OK betreffend der Fussballshirts. Gelingt das Design, ist alles gut. Mit dem Gegenteil mussten die Organisatoren aber auch schon Bekanntschaft machen. «Da haben wir uns verhauen. Der Dress sah edel aus. Aber den Kindern hat es nicht gefallen», erinnert sich Niggi Lippuner. Seither binden die Erwachsenen Kindermeinungen mit ein. Der Dress ist der Höhepunkt für jedes Kind. Und vor dem Camp ist die Neugier gross, welche Farbe es dieses Jahr hat. Kinder, aber auch Eltern, fragen weit vor dem Camp beim OK nach. «Nicht mal den eigenen Kindern haben wir es verraten», versichert Lippuner. Das Geheimnis wird seit zwei Jahren mit einer Show gelüftet, einer offiziellen Dress-Enthüllung kurz bevor die Kinder ihren Rucksack schnappen dürfen.