Schulprojekt für Schutzwald ausgezeichnet | W&O

Alt St. Johann vor 3 Stunden

Schulprojekt für Schutzwald ausgezeichnet

Schulkinder aus Alt St. Johann engagierten sich mit einem Sponsorenlauf für die regionale Schutzwald-Verjüngung.

Von pd/red
aktualisiert vor 3 Stunden

Ein Projekt aus Alt St. Johann ist am 13. März in Mellau im Bregenzerwald mit dem Schutzwaldpreis Helvetia ausgezeichnet worden. Die Arbeitsgemeinschaft Alpenländischer Forstvereine (ARGE) würdigt mit diesem Preis jährlich besondere Initiativen zum Erhalt und zur Verbesserung von Schutzwäldern im Alpenraum. 

Der Zusammenschluss vereint Forstvereine aus Südtirol, Kärnten, Tirol, Vorarlberg, Bayern, Liechtenstein, Graubünden und St. Gallen. Intakte Schutzwälder sind für die Alpenregion zentral, weil sie Siedlungen und Infrastrukturen vor Naturgefahren wie Lawinen oder Steinschlag schützen. Ausgezeichnet wurde das Schulprojekt «Schwitzen für den Toggenburger Schutzwald», an dem auch Kinder aus Alt St. Johann beteiligt waren. Ziel des Projekts war es, Schülerinnen und Schüler sowie ihr Umfeld möglichst einfach für das Thema Schutzwald und dessen Verjüngung zu sensibilisieren. Dafür wurde ein Sponsorenlauf organisiert.

Nach einer Einführung durch den Revierförster in der Schule trugen die Kinder ihr Wissen in ihre Familien weiter, wo über die Bedeutung des Schutzwaldes diskutiert wurde. Auch bei der Suche nach Sponsorinnen und Sponsoren kamen viele Menschen erstmals mit dem Thema in Kontakt.

Schutz gegen Wildverbiss

Das beim Lauf gesammelte Geld wurde vollständig für den Kauf von Einzelschutzmaterial verwendet. Damit werden junge Bäume im Schutzwald vor Wildverbiss geschützt und ihre Entwicklung gefördert. Die Jury würdigte insbesondere das Engagement der Kinder, die sich nicht nur sportlich einsetzten, sondern ihren Unterstützern auch erklärten, weshalb der Schutzwald für ihre Region wichtig ist.

Neben dem Schulprojekt wurde als sogenanntes Einzelprojekt das Vorhaben «Schildkrötenwald Galans – Schutz durch Struktur» oberhalb von Weisstannen ausgezeichnet. Dort gelang es nach gezielten Eingriffen und trotz zusätzlicher Sturm- und Borkenkäferschäden, einen strukturreichen und widerstandsfähigen Schutzwald zu entwickeln.