Am Montag fand in der Trefferei die Hauptversammlung des Vereins Soziale Fachstellen Toggenburg statt. Der Verein betreibt für die angeschlossenen Toggenburger Gemeinden Neckertal, Wildhaus-Alt St.Johann, Nesslau, Ebnat-Kappel und Lichtensteig eine soziale Beratungsstelle, die Suchtberatung sowie die Berufsbeistandschaft.
In der sozialen Beratungsstelle wurden im vergangenen Jahr rund 230 Klientinnen und Klienten beraten. Die Beratungsschwerpunkte umfassten Budget-, Schulden- und Einkommensfragen, Familien- und Erziehungsthemen, Trennung und Scheidung sowie Fragen zu Sozialversicherungen.
In der Suchtberatung wurden 130 Klientinnen und Klienten betreut, wobei das Suchtmittel Alkohol am häufigsten als Anlass für eine Beratung genannt wurde – sowohl von direkt Betroffenen als auch von Angehörigen und Bezugspersonen. Die Leiterin der Beratungsstelle, Ruth Blaser, berichtete zudem, dass knapp 200 Personen die Angebote der Beratungsstelle oder der Suchtberatung aus Eigeninitiative in Anspruch nahmen.
Die Berufsbeistandschaft führte insgesamt knapp 300 Mandate im Kindes- und Erwachsenenschutz. Sieben Berufsbeistandspersonen unter der Leitung von Angel Fernandez setzen im Auftrag der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) für alle fünf Mitgliedsgemeinden die gesetzlichen Massnahmen um. Unterstützt werden sie von vier Sachbearbeiterinnen.
Mit der Sicherstellung der Berufsbeistandschaft sowie eines niederschwelligen Beratungs- und Begleitangebots erfüllen die Sozialen Fachstellen Toggenburg wichtige kommunale Aufgaben.
Zwei Führungspersonen erreichen das Pensionsalter
Die Kosten dieser Angebote werden hauptsächlich von den Trägergemeinden getragen. Im Vorstand engagieren sich entsprechend Gemeindevertretungen: Christian Gertsch (Präsident), Erika Egli, Ingrid Abderhalden, Christof Gasser und Jon Fadri Huder (Mitglieder).
Im vergangenen Jahr konnte Christian Gertsch im Zuge von Neuwahlen gleich drei neue Mitglieder im Vorstand begrüssen. Im Berichtsjahr standen neben dem Tagesgeschäft insbesondere personelle Themen im Vordergrund, darunter zwei Stellenausschreibungen in der Berufsbeistandschaft. Dieses Thema wird den Verein auch in Zukunft beschäftigen: Sowohl der Präsident Christian Gertsch als auch der Leiter der Berufsbeistandschaft, Angel Fernandez, erreichen Ende 2026 das Pensionsalter.
Die Genehmigung der statutarischen Geschäfte an der Hauptversammlung verlief ohne Diskussionen. Die Jahresrechnung 2025 wurde einstimmig genehmigt.
Soziale Fachstellen stark gefordert – Personalfragen rücken in den Fokus