Am vergangenen Samstag stellten sich die jüngeren Artistic-Schwimmerinnen des SC Flös Buchs in Zürich einem anspruchsvollen Zulassungstest, der Voraussetzung für die Teilnahme an nationalen Wettkämpfen in der kommenden Saison ist.
Der Test dient dazu, die technischen Fähigkeiten, die Beweglichkeit sowie die koordinativen und künstlerischen Elemente der Athletinnen zu überprüfen.
Kür vor Kampfrichtern zeigen erforderte Mut
Zu Beginn wurden die körperlichen Voraussetzungen der Teilnehmerinnen geprüft – unter anderem wurden Beweglichkeit von Rücken, Schultern und Spagaten gemessen und mit einer Punktzahl versehen.
Anschliessend folgten detaillierte Stil- und Geschwindigkeitsbewertungen in den Schwimmlagen. Brust, Crawl, Rückencrawl, Tauchen sowie Delphinbeinschlag wurden bei den Zehnjährigen und Jüngeren vorausgesetzt und bewertet. Natürlich wurden auch die grundlegenden Elemente des Synchronschwimmens, sowie komplette Pflichtfiguren auf korrekte Ausführung geprüft und bewertet.
Zum Schluss stand für die Artistic-Schwimmerinnen des SC Flös Buchs die anspruchsvollste Aufgabe auf dem Programm: Sie mussten eine vorgegebene Kür – eine Choreografie – allein und im exakten Takt zur Musik vor den Kampfrichtern präsentieren. Diese Darbietung erfordert präzise Ausführung der Elemente, volle Konzentration und auch eine Portion Mut, da jede Athletin ihren Vortrag ganz alleine bestreiten muss.
Alle Einzelergebnisse werden nach den nationalen Vorgaben von Swiss Aquatics zu einem Gesamtresultat zusammengeführt und entscheiden über das Bestehen des Tests.
Flöserin Julie Vogt war die Beste
Beim Test 3 absolvierten Olivia Bertsch, Laura Hobi und Marie Louise Reifschneider alle Aufgaben korrekt und durften stolz die bronzene Auszeichnung entgegennehmen. Auch die erst neunjährige Ronja Gantenbein erreichte die begehrte Bronze-Wertung und ist damit für die nationalen U12-Wettkämpfe startberechtigt.
Für die Trainerin Deborah Jütz bedeutet dies einen besonderen Erfolg: Ihr gesamtes Jugend-3-Team hat nun die Startberechtigung erlangt, sodass sie alle Athletinnen gezielt auf die Qualifikation für die Jugend-Schweizermeisterschaften vorbereiten kann.
Für den Test 2 konnte Nachwuchstrainerin Jessica Jütz sieben Schwimmerinnen anmelden. Julie Vogt verpasste die goldene Auszeichnung nur knapp, durfte sich jedoch mit der silbernen Testwertung über ein hervorragendes Ergebnis freuen.
Vogt erzielte die höchste Gesamtpunktzahl des gesamten Teilnehmerfeldes. Auch Valentina Graf und Sophie Wenestam überzeugten mit starken Leistungen und wurden ebenfalls mit der silbernen Auszeichnung belohnt. Mit engagierten und sauber ausgeführten Programmen sicherten sich Elisabeth Ahrend, Amelie Beguin, Carla Engler und Clara Fischer jeweils die bronzene Auszeichnung.
Die sieben Mädchen haben nun die Startberechtigung für die U10-Wettkämpfe erhalten. Jessica Jütz resümierte stolz: «Die Mädchen, welche fast alle erst seit dem Sommer im Synchronschwimmen sind, konnten schon grosse Fortschritte machen. Durch den bestandenen Test sind sie optimal für die Wettkämpfe vorbereitet.»
Stark geschwommen: Flöserinnen bestehen Zulassungstest