Der internationale Austrian Cup in Wels (Oberösterreich) vom vergangenen Sonntag war für Luca Wüst und Silvan Tischhauser vom Judoclub Buchs ein grosses Saisonhighlight. Rund 600 ambitionierte Judokas aus sieben Nationen nahmen teil.
Tischhauser trat in der Gewichtsklasse bis 55 kg an, Wüst eine Klasse höher bis 60 kg.
Je zwei Siege und Niederlagen
Silvan Tischhauser bekam es im ersten Kampf gleich mit einem starken, routinierten Gegner aus Österreich zu tun. Dadurch liess er sich nicht beirren, behielt die Nerven und gewann durch Standtechnik gegen Seyithan Karaca (Österreich). In der zweiten Runde fehlte es dem jungen Grabser dann etwas an Wettkampfglück. Er verlor das Mattenduell gegen Julian Neubauer-Swallow (Österreich) denkbar knapp und erst kurz vor Kampfende.
Jedoch durfte sich Tischhauser im weiteren Turnierverlauf weiterhin Hoffnung auf eine gute Schlussplatzierung ausrechnen. Im folgenden Kampf startete der junge Judoka zu Beginn fulminant, liess seinem Gegner Dzhafar Khalilov (Österreich) keine Chance und siegte dank zweier Wertungen durch Standtechniken. Auch den vierten Kampf, gegen den starken deutschen Judoka Adrian Kruse vom TSV Abensberg, bestritt Silvan Tischhauser offensiv. Der Kampf verlief ausgeglichen und er erzielte eine Wertung. Trotzdem gewann letztlich sein Gegner dieses Duell. Tischhauser wurde am Ende Siebter.
Nur der Turniersieger war besser
Nun war die Reihe an Luca Wüst. Die Kampfeinteilung bescherte ihm zunächst ein Freilos. In Runde zwei traf der Sarganserländer in Diensten des Judoclubs Buchs auf den Österreicher Tobias Reitinger. Wüst legte gleich einen Blitzstart hin und gewann mittels Hebeltechnik am Boden mit Höchstwertung Ippon. Den folgenden Kampf gegen seinen Gegner Luca Blohberger vom Salzburger Kader gestaltete er zunächst ausgeglichen, sein Gegner konnte im weiteren Kampfverlauf dann jedoch eine kleine Wertung erzielen und den Vorsprung verwalten. Somit setzte es für Luca Wüst eine Niederlage gegen den späteren Sieger ab. Jedoch vermochte er sich im nächsten Kampf zu steigern. Seinen Gegner Niklas Kepplinger (Österreich) konnte er bereits nach kurzer Kampfzeit erneut durch technisch schön ausgeführte Bodentechnik für sich entscheiden.
Im weiteren Turnierverlauf ging es nun gegen Jan Fabjan, einen starken Kämpfer aus Slowenien. Nach hart umkämpfter, regulärer Kampfzeit ging es in die Verlängerung. Nun waren Nervenstärke und Ausdauer gefordert. Wüst bestand diesen Test mit Bravour und gewann durch Festhaltetechnik im Bodenkampf. Die entscheidende Begegnung um den dritten Platz konnte Wüst nicht zu Ende kämpfen. Sein Gegner Tobias Fritzenwallner vom heimischen Verein Wels wurde wegen unsportlichen Verhaltens disqualifiziert. Somit durfte Luca Wüst die verdiente Bronzemedaille entgegennehmen.
Starker Auftritt von Luca Wüst am Austrian Cup