Trotz und auch mit immer mehr KI: Qualität ist weiterhin gefragt | W&O

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Trotz und auch mit immer mehr KI: Qualität ist weiterhin gefragt

Marc Becker informierte am KI-Update des BZBS über die neuesten Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz.

Von pd
aktualisiert vor 8 Stunden

Erstmals in Sargans und insgesamt zum achten Mal fand am Berufs- und Weiterbildungszentrum Buchs Sargans (BZBS) ein «KI-Update» statt. Künstliche Intelligenz oder kurz KI treibe alle Menschen um, meinte Rektor Daniel Miescher einleitend, «in irgendeiner Art und Weise betrifft sie uns alle». Miescher zeigte sich erfreut darüber, dass das Thema den Anwesenden von einem Menschen erklärt wurde, nämlich von Marc Becker von der KI-Studio GmbH. Das Unternehmen unterstützt Firmen und Private bei der Anwendung von KI und bietet am BZBS neben Abendveranstaltungen zum Thema auch einen Lehrgang an.

Seit dem letzten KI-Update im Juni habe sich einiges getan, sagte der Referent. Neue KI-Modelle seien entstanden, und auch die Entwicklung der AGI (Artificial General Intelligence) schritt voran. Unter AGI wird eine Form künstlicher Intelligenz verstanden, die über menschenähnliche kognitive Fähigkeiten verfügen und Wissen flexibel einsetzen soll, um komplexe Aufgaben zu bewältigen. KI sei derzeit noch nicht in der Lage, sämtliche Aufgaben abzudecken, sagte Becker. Wann AGI dieses Ziel erreichen könnte, sei offen. «Aber die Modelle werden immer besser.»

Derzeit laufe eine Debatte über eine Pause in der Weiterentwicklung von KI. Gefordert werde etwa, das Tempo zu reduzieren, ohne die Entwicklung grundsätzlich zu stoppen.

KI gezielt nutzen und richtig einsetzen

Im Zentrum des Abends stand das KI-Designtool Claude Design von Anthropic. Becker sprach davon, dass es immer mehr KI-generierte Flyer mit Werbung für Firmen und Veranstaltungen gebe. «Die sehen aber alle ähnlich aus.» Das Problem dabei sei, dass Qualitätsarbeit nicht mehr als solche wahrgenommen werde. Er riet, KI zwar zu nutzen, aber weiterhin selbst auf das Ergebnis einzuwirken.

Anschaulich berichtete er von der KI-Studio GmbH, ursprünglich einer Webdesign-Firma. Heute sei es mit Hilfe von KI einfach, eine Webseite zu erstellen. Dies zeigte Becker anhand der eigenen Webseite, die derzeit neu gestaltet wird. Live präsentierte er, wie schnell KI Änderungen vornehmen kann.

In der Fragerunde wurde unter anderem über chinesische KI-Modelle diskutiert, die gemäss dem Referenten starke Modelle vorzuweisen hätten. Angetönt wurde auch die Sorge, dass sich Menschen in Chats zu stark in Gesprächen mit KI verlieren könnten. Als Fazit des Abends und der momentanen Situation rund um künstliche Intelligenz sagte Marc Becker: «Qualität bedeutet, KI richtig einzusetzen.»