Am Freitag, kurz vor Mitternacht, wurde die Notrufzentrale der Landespolizei informiert, dass in einem Lager mit 42 Kindern und acht Betreuern die Scharlach-Infektion ausgebrochen sei und dass 13 Kinder und drei Betreuer Symptome verspüren würden. Um die Weiterverbreitung der Infektion möglichst zu verhindern und die Betreuung der betroffenen Kinder und Leiter zu gewährleisten, wurde noch in der Nacht unter der Leitung des Amtes für Gesundheit eine Besprechung abgehalten.
Was ist Scharlach?
Bei Scharlach handelt es sich um eine Infektion der Mandeln und des Rachens durch Streptokokken-Bakterien. Über Speicheltröpfchen können diese beim Niesen und Husten verbreitet werden. Ein bis drei Tage nach der Ansteckung treten die ersten Symptome auf wie plötzliches Fieber von bis zu 40 Grad, begleitet von Hals-, Bauch- und Kopfschmerzen sowie Erbrechen. (pd)
Am Samstagmorgen wurden die Eltern aller Kinder – die grösstenteils aus Liechtenstein stammen – informiert, dass sie ihre Kinder zeitnah abholen sollen. Gleichzeitig wurden alle Kinder mit Symptomen noch im Lager von einem Kinderarzt begutachtet, um allenfalls weitere medizinische Vorkehrungen zu treffen. Ebenfalls vor Ort waren Mitarbeitende des Amtes für Gesundheit, um die Kinder und Eltern zu beraten.
Ungewöhnlicher Einsatz für Polizei: Scharlach-Ausbruch in Jugendlager