Rund 40 Bürgerinnen und Bürger der Katholischen Kirchgemeinde Sennwald, von insgesamt 1302 Stimmberechtigten, nahmen an der Kirchbürgerversammlung teil – das entspricht gut drei Prozent. Präsidentin Renata Eugster begrüsste die Anwesenden und leitete durch die Traktanden.
Die Jahresrechnung 2025 schloss mit einem Verlust von 52'658 Franken ab. Besonders die Steuereinnahmen blieben unberechenbar: Die Quellensteuern gingen im Vergleich zum Vorjahr um rund zehn Prozent zurück. Trotz dieser Herausforderungen wurde die Jahresrechnung samt Vermögensausweis diskussionslos und einstimmig genehmigt.
Das Budget für 2026 bewegt sich im Rahmen der Ausgaben des Vorjahres. Ein Schwerpunkt ist laut Mitteilung der Kirchgemeinde die bevorstehende Heizungssanierung: Projektierungskosten für eine neue Pelletsheizung wurden ins Budget aufgenommen. Joachim Hasler vom Ingenieurbüro Visiona stellte die Analyse vor, erläuterte den Energiebedarf, technische Daten und die Einhaltung kantonaler Vorschriften. Die Umsetzung des Projekts ist für 2027 geplant. Die Projektkosten werden 2026 budgetiert. Ebenfalls einstimmig genehmigt wurden das Budget 2026 sowie die damit verbundene Belassung des Steuersatzes bei 16 Prozent (zwölf Prozent Gemeinde- und vier Prozent Zentralsteuer).
Wahlen und personelle Veränderungen
Auf die Bürgerversammlung kündigte die Leiterin Finanzen Sandra Siegfried ihren Rücktritt an. Petra Rhiner aus Haag stellte sich als Nachfolgerin zur Verfügung und wurde einstimmig gewählt. Carola Baumann tritt aus der GPK zurück. Stattdessen wird Sandra Siegfried Mitglied der Geschäftsprüfungskommission.
Grössere personelle Veränderungen stehen bevor: Der Grossteil des Kirchenverwaltungsrats tritt nach dieser Amtsperiode (2024 bis 2027) zurück, Seelsorger Günter Schatzmann geht im Jahr 2028 in Pension. Vizepräsident Nico Oberholzer und Günter Schatzmann kündigten an, dass der Übergang bewusst gestaltet werden soll. Eine Arbeitsgruppe wurde gebildet, um den Prozess zu begleiten. Symbolisch dient dabei die Knospe als Leitbild: Zartes Wachstum legt die Grundlage für Neues, das sich entwickeln wird.
Die Versammlung machte deutlich: Auch wenn viel Vertrautes sich wandelt, kann die Kirchgemeinde zuversichtlich in die Zukunft blicken: auf einem Fundament, das stabil bleibt und Raum für Neues schafft.
Veränderungen im Verwaltungsrat stehen bevor