Wie sie mitteilt, wurde die Landesnotruf- und Einsatzzentrale um kurz nach 21 Uhr von einer Frau darüber informiert, dass ihr Nachbar diverse Gegenstände entfernt habe, die sich vor ihrer Wohnung befanden. Für die ausgerückten Patrouillen stellte sich die Situation zunächst als geringfügiger und möglicherweise rasch lösbarer Streit dar.
Im weiteren Verlauf entwickelte sich der Vorfall jedoch zu einem mehrstündigen Einsatz für die Landespolizei, da sich der verwirrte Mann in seiner Wohnung verbarrikadierte und zu verstehen gab, dass er bewaffnet sei.
Ursache dürfte ein gesundheitlicher Ausnahmezustand gewesen sein, schreibt die Polizei. Sie habe versucht, den Mann mit Verhandlungen zum Aufgeben zu bewegen, was nicht gelang. Schliesslich verschaffte sich die Interventionseinheit der Landespolizei gewaltsam Zutritt zur Wohnung, wobei der Mann die Polizeibeamten mit einer Fahrradkette attackierte und einen Polizisten dabei leicht verletzte.
Erst durch den Einsatz eines «Destabilisierungsgeräts» konnte der Mann unter Kontrolle gebracht werden. Er wurde verletzt und zur medizinischen Abklärung ins Spital gebracht.
Neben mehreren Patrouillen der Landespolizei standen auch die Verhandlungsgruppe sowie die Interventionseinheit, ein Notarzt und der Rettungsdienst des Liechtensteinischen Roten Kreuzes im Einsatz.
Verwirrter Nachbar geht mit Fahrradkette auf Polizei los