Viehscheune nach Blitzschlag in Vollbrand, Tiere gerettet – mit einer fünf Kilometer langen Wasserleitung | W&O

Ebnat-Kappel vor 16 Stunden

Viehscheune nach Blitzschlag in Vollbrand, Tiere gerettet – mit einer fünf Kilometer langen Wasserleitung

Am Dienstagnachmittag hat ein Blitz in eine Scheune eingeschlagen und das Gebäude in Flammen gesetzt. Es brannte vollständig nieder.

Von W&O-Redaktion
aktualisiert vor 16 Stunden

Kurz nach 16.15 Uhr erhielt die Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen die Meldung, dass während eines kurzen lokalen Gewitters ein Blitz in eine Scheune eingeschlagen sei. Auskunftspersonen berichteten, dass nun das Gebäude im Esch-Steintal in Flammen stehe. Das geht aus einer Medienmitteilung der Kantonspolizei hervor.

Als die Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, war die Scheune in Vollbrand. Es befanden sich keine Personen mehr im Gebäude, aber vier Schweine. Die Tiere konnten von der Feuerwehr lebend aus dem Stall gerettet werden.

Fünf Kilometer lange Wasserleitung

Die Löscharbeiten erwiesen sich als herausfordernd. Das Wasser musste in der ersten Phase aus einem weiter unten liegenden Bach gespeist werden, bevor Wasser aus dem Hydrantennetz entnommen werden konnte. Für den Anschluss an das Hydrantennetz wurde eine rund fünf Kilometer lange Wasserleitung gelegt. Zudem befand sich der Brand in Waldesnähe. Das Gebiet musste stetig mit einer Drohne auf weitere Brandherde kontrolliert werden.

Das Gebäude brannte vollständig nieder.
Das Gebäude brannte vollständig nieder.
Kapo SG

Für die Überprüfung des Gesundheitszustandes der geretteten Tiere wurde eine Tierärztin aufgeboten. Die Tiere blieben unverletzt. Es entstand Sachschaden in der Höhe von mehreren hunderttausend Franken.

Die Feuerwehr konnte den Brand unter Kontrolle bringen und war mehrere Stunden mit den Löscharbeiten beschäftigt. Das Gebäude wird kontrolliert abgerissen, damit sämtliche Flammen und Glutnester gelöscht werden können. Danach wird die Feuerwehr eine Brandwache einrichten.

Im Einsatz stehen die zuständige Feuerwehr mit rund 70 Angehörigen, der vorsorglich aufgebotene Rettungsdienst, ein Vertreter der Gebäudeversicherung, der Umweltschadendienst des Kantons St.Gallen sowie die Kantonspolizei St.Gallen mit mehreren Patrouillen und Fachspezialist/-innen.