Zur Hauptversammlung der Mitte-Ortspartei hatte Präsidentin Barbara Dürr den Vorsitzenden der Geschäftsleitung des Vereins für Abfallentsorgung (VfA), Urs Brunner, eingeladen. Er orientierte über die Neu- und Ausbaupläne der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) in Buchs.
Das Einzugsgebiet der Buchser Kehrichtverbrennungsanlage erstreckt sich über 42 Gemeinden in der Schweiz, in Liechtenstein und Vorarlberg. Die Kehrichtverbrennungsanlage verarbeitet ca. 600 Tonnen Abfall täglich an 365 Tagen im Jahr, ist aber in die Jahre gekommen. Es ist deswegen eine Neuanlage im Gebiet Ochsensand geplant, wofür sich der Verein bereits das Industriegelände der ehemaligen Acima gesichert hat.
Neue technische Möglichkeiten
Am neuen Standort soll eine geschlossene Lieferhalle mit grösseren Bunkeranlagen und neuen technischen Möglichkeiten entstehen. Von der Anlage verspricht man sich neben mehr Dampf und Wärme auch eine grössere Stromproduktion. Die Erträge daraus können verkauft werden, was eine wichtige Einnahmequelle für die KVA bedeutet. Mit dem überschüssigen Strom soll zudem Wasserstoff als Treibstoff für Nutzfahrzeuge und andere Energieabnehmer produziert werden.
Zusammen mit der Stadt und der Ortsgemeinde Buchs soll die Anlage mit der Renaturierung des Giessengewässers zu einem Energiepark erweitert werden. Der Kanton plant gleichzeitig eine neue Lösung für die Kantonsstrasse beim Bahnübergang im Ochsensand, und ein weiteres Unternehmen hat Bedarf für eine Biogas-Anlage in unmittelbarer Nähe angemeldet.
Neubaufinanzierung ohne Gebührenaufschlag
Bei den Dimensionen des Projekts stellt sich auch die Frage nach den Kosten. Diese belaufen sich allein für die KVA auf geschätzte 500 Millionen Franken. Es ist das ehrgeizige Ziel der Verantwortlichen, dies ohne Gebührenaufschlag zu bewerkstelligen.
Die Mitte Gams wird die weitere Planung und Entwicklung des Areals interessiert verfolgen. Die an der Versammlung Anwesenden durften feststellen, dass es nicht nur in den Öfen der KVA brennt, sondern auch Urs Brunner Feuer und Flamme für seine Aufgabe ist.
Während der Versammlung wurde ausserdem die digitale Plattform Crossiety als sogenannter digitaler Dorfplatz vorgestellt, wo Informationen, Veranstaltungen, aber auch Kaufangebote aufgeschaltet werden können.
Viel mehr als nur warme Luft