Eine Person meldete kurz nach 14.30 Uhr, dass zwei Personen jemanden im Raum Gossau entführt hätten und an einen Stuhl gefesselt festhielten. Die Person, die sich bei der Polizei meldete, hätte dies auf Bildern, die ihr gezeigt worden seien, gesehen. Die mutmassliche Freiheitsberaubung hänge mit dem Drogenmilieu zusammen.
Unmittelbar nach Meldungseingang begaben sich mehrere Patrouillen der Kantonspolizei St. Gallen vor Ort. Ebenfalls aufgeboten wurden diverse Spezialisten der Kriminalpolizei, die Interventionseinheit sowie Drohnenpiloten. Auch die Staatsanwaltschaft wurde über die mutmassliche Freiheitsberaubung informiert. In den darauffolgenden Stunden führte die Kantonspolizei St. Gallen in Absprache mit der Staatsanwaltschaft verschiedene Massnahmen durch, um die mutmasslich entführte Person zu finden und den Sachverhalt zu klären.
Mit gefälschten Bildern hinters Licht geführt
Nach Mitternacht gelangte die Polizei schliesslich in den Besitz der Bilder der mutmasslichen Freiheitsberaubung. Daraufhin stellte sich heraus, dass diese gefälscht waren und die Drittperson, welche den Vorfall gemeldet hatte, getäuscht wurde. Auch die angeblich entführte Person konnte schliesslich wohlauf angetroffen werden. Die Kantonspolizei erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass das Vortäuschen von Straftaten strafrechtliche Konsequenzen haben kann.
Vorgetäuschte Entführung löst Grosseinsatz aus