Wachsam sein gegenüber Alltags- und Cyberkriminalität | W&O

Sennwald vor 1 Stunde

Wachsam sein gegenüber Alltags- und Cyberkriminalität

Im Altersheim Forstegg fand ein Workshop für ältere Menschen mit der Pro Senectute und der Kantonspolizei statt.

Von pd
aktualisiert vor 1 Stunde

Angesichts zunehmender Betrugsfälle bot das Alters- und Pflegeheim Forstegg letzte Woche Seniorinnen und Senioren einen Workshop zur Prävention an, dies in Zusammenarbeit mit der Pro Senectute und der Kantonspolizei St. Gallen. Die Studentinnen Svenja Pfiffner, Vanessa Ledergerber und Claudia Scheja von der Universität Liechtenstein engagieren sich mit ihrem Projekt «Pro Bono» für Präventionsarbeit. In enger Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei St. Gallen, namentlich mit Urs Bücheler, erarbeiteten sie den Inhalt für den Workshop «Sicher informiert».

Stoppen – klären – Hilfe holen

Ziel der Veranstaltung war es laut einer Mitteilung der Heimleitung, aufzuzeigen, wie gezielt Betrüger insbesondere ältere Menschen ins Visier nehmen – sei es am Telefon, an der Haustür, beim Einkaufen oder im Internet. Anhand konkreter Beispiele wurde deutlich, mit welchen Methoden Täter arbeiten und wie wichtig ein wachsames Verhalten im Alltag ist.

Im Zentrum stand die einfache und einprägsame Merkhilfe: «Stoppen – klären – Hilfe holen.» Diese soll Betroffene darin unterstützen, in verdächtigen Situationen ruhig zu bleiben, die Situation zu überprüfen und bei Bedarf Unterstützung bei Polizei (über die Notrufnummer 117), Bank oder einer Vertrauensperson zu suchen.

Ein Schwerpunkt lag auf dem sogenannten Telefonbetrug, «Schockanrufe» etwa durch falsche Polizisten oder angebliche Notfälle von Angehörigen. Dabei setzen Täter gezielt auf Emotionen und Zeitdruck. Die Teilnehmenden lernten, solche Situationen zu erkennen und konsequent zu reagieren.

Gefahren im Internet

Der Workshop thematisiert zudem Fake-Onlineshops und Phishing-Mails, die mit hohen Rabatten, Vorauskasse und fehlenden Kontaktdaten locken oder per Link und QR-Code auf Zugangsdaten zugreifen wollen. Die Empfehlung: Internetadressen immer selbst eintippen, Links in E-Mails oder SMS nicht anklicken und bei Unsicherheit lieber nachfragen, denn echte Finanzinstitute verlangen niemals Passwörter per Mail.

Der Anlass zeigte eindrücklich, wie wichtig Aufklärung und Prävention sind. Mit dem richtigen Wissen können sich ältere Menschen besser schützen und in kritischen Situationen sicher und selbstbewusst handeln.