Warum ist Mint-Förderung entscheidend für die Zukunft? | W&O

Buchs vor 3 Stunden

Warum ist Mint-Förderung entscheidend für die Zukunft?

Letzte Woche fand im BZBS eine Veranstaltung zum Thema «Mint» statt. Es ging um Projekte des Vereins Smartfeld.

Von PD
aktualisiert vor 3 Stunden

Der Begriff «Mint» steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Das Ziel von Smartfeld ist es, Kinder und Jugendliche in diesen Bereichen zu fördern, ihnen früh Einblicke in diese Fachrichtungen zu ermöglichen und mit verschiedensten Workshops inspirierende Lern- und Experimentierräume zu schaffen, wo Bildung, Forschung und Praxis aufeinandertreffen.

«Es geht um Selbstwirksamkeit. Die Kinder sollen merken: ‹Hey, ich kann das! Vielleicht wäre das etwas für mich›.» erklärte Thomas Rastija, Standortleiter von Smartfeld Buchs.

Neben Workshops für Schulklassen bietet Smartfeld auch Weiterbildungen für Lehrpersonen an, insbesondere im Bereich KI, und entwickelt als Bildungspartner in Zusammenarbeit mit Lehrpersonen neue Unterrichtsformate. Der Verein ist aktuell an drei Standorten vertreten: Buchs, Rapperswil und St.Gallen. Er wird von den Gemeinden, insbesondere in der Region Sarganserland-Werdenberg, unterstützt.

Kreativität mit Technologie verknüpfen

Leonie Zellweger, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Elektronik an der OST, stellte an der Abendveranstaltung ein Projekt vor, bei dem zwei Lernende der Firma Brusa die Chance erhielten, im Auftrag von Smartfeld einen Lehr-Roboter mit diversen Sensoren und Aktoren von Grund auf selbst zu entwickeln und umzusetzen. Dabei hätten sie nicht nur ihre technischen Fähigkeiten weiterentwickelt, sondern noch viel mehr über Selbstwirksamkeit, Eigenverantwortung, Zusammenarbeit und Projektmanagement gelernt.

 

Auch die Workshops für Schulklassen sollen interdisziplinäre Fähigkeiten fördern. Verena Fastenbauer stellte den «IoT Cube» vor, der komplexe technische Konzepte für Lernende greifbar machen soll. Dazu führte sie als Beispiel die Simulation einer WC-Anlage vor, wo die Anzahl wartender Personen und der Füllstand des Seifenspenders überwacht werden konnten.

Alle Workshops hätten eines gemeinsam: Sie sollen Kreativität und Technologie verknüpfen. «Die Kompetenz zur Problemlösung und kritisches Denken – das ist extrem wichtig in der heutigen Zeit», betonte Rastija.

21'000 Schulkinder haben bereits mitgearbeitet

Seit 2018 habe Smartfeld mit über 21’000 Schülerinnen und Schülern gearbeitet und allein im vergangenen Jahr rund 380 Workshops durchgeführt. Zellweger hob die starke Partnerschaft für Mint-Förderung am Standort Buchs hervor:

Die Zusammenarbeit zwischen Smartfeld, OST, BZBS und Brusa geschieht innerhalb eines Radius von nur 300 Metern.

Es inspiriere sie, wie viele junge Menschen man nur schon innerhalb dieses Radius erreichen könne. «Und was wir hier vor Ort fördern, kann in die Welt hinauswirken.» Im Anschluss konnten sich die Gäste bei einem Apéro austauschen und einige der Gadgets und Lernelemente von Smartfeld selbst ausprobieren.