Wie der Verein Lebenswertes Rüthi in einer Mitteilung schreibt, hat er am Montag bei der Gemeinde Rüthi eine solche Initiative angemeldet. Ziel sei ein Mindestabstand im Umfang der fünffachen Nabenhöhe, in jedem Fall jedoch von mindestens 500 Metern.
Im vergangenen Herbst wurde das Windparkprojekt der Ortsgemeinde und der Axpo vorläufig sistiert, nachdem sich in der Bevölkerung Widerstand regte und der Verein Lebenswertes Rüthi sich formiert hatte. Sistiert bedeute, dass die Projektunterlagen zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen werden könnten, schreibt der Verein. Zudem könnten jederzeit neue Projekte aufgegleist werden, unter Umständen in der Nähe von Wohnsiedlungen und während früher Planungsphasen selbst ohne Einbezug der Gemeinde.
Lebensqualität schützen
Der Verein erachtet die Lebensqualität der Bevölkerung sowie die Naherholungs- und Landschaftsgebiete rund um Rüthi, am Rand des BLN-Schutzgebiets Säntis (Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler), als besonders schützenswert. Nach Auffassung des Vereins sind Windkraftanlagen mit einer Gesamthöhe von bis zu 250 Metern in einem Abstand von lediglich rund 300 Metern zu Siedlungsgebieten nicht zumutbar. Er fürchtet negative Auswirkungen auf Mensch und Tier, auf das Ortsbild, die Lebensqualität, die Attraktivität der Gemeinde und den Wert der Immobilien, dies umso mehr, als in Rüthi das Tal besonders eng sei.
Mit der Initiative will der Verein sicherstellen, dass die Bedürfnisse und Sorgen der Bevölkerung auch künftig ernst genommen werden. Die Gemeinde prüfe zurzeit die Zulässigkeit des Initiativbegehrens. Der Verein hofft auf einen positiven Entscheid, um mit der Unterschriftensammlung beginnen zu können. Er weist ausserdem darauf hin, dass andernorts bereits Mindestabstände von 1000 Metern und mehr politisch diskutiert würden.
Weitere Initiative für Abstand von Windrädern