Die Fachleute des Kantons und des Fürstentums Liechtenstein stehen mit dem Bund in Kontakt. Aktuell geht es um die Abklärung des Befallsausmasses und um allfällige Bekämpfungsmassnahmen. Das geht aus einer Medienmitteilung hervor.
Vor rund einem Monat hatten die Fachleute des Kantons nahe der Autobahn einen toten Japankäfer gefunden. Seither haben sie im Umkreis von drei Kilometern um den Fundort weitere Fallen aufgestellt. Dadurch wollten die Fachleute herausfinden, ob der Käfer ein Einzelfund war oder ob es sich um einen grösseren Befall handelt.
Richtet grosse Schäden an
In der Zwischenzeit sind neun weitere lebende Exemplare des Japankäfers in die Fallen gegangen – sowohl auf Schweizer Seite als auch auf dem Gebiet Liechtensteins. Die Fachleute stehen mit dem Bund in Kontakt, um die weiteren Schritte zu koordinieren. Der Kanton informiert wieder, sobald die Bekämpfungsmassnahmen und Auflagen beziehungsweise Einschränkungen geklärt sind. Dies wird voraussichtlich nächste Woche der Fall sein.
Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es keine Handlungsanweisungen für die lokale Bevölkerung, Landwirtschaft und den Gartenbau, geht aus der Mitteilung weiter hervor.
Der gebietsfremde Japankäfer kann grosse Schäden an Pflanzen, Bäumen, Grünflächen, Reben sowie landwirtschaftlichen und gärtnerischen Kulturen anrichten. Oft bleiben nur die Gerippe der Blätter zurück, die Pflanze wird stark geschwächt oder stirbt sogar ab. Die Larven des Käfers schädigen Wiesen und Rasenflächen, indem sie die Graswurzeln fressen. Das führt dazu, dass die Pflanzen absterben und der Rasen braun wird. Der Japankäfer ist in der Schweiz melde- und bekämpfungspflichtig.
Weitere lebende Exemplare des Japankäfers gefunden