Das generationenübergreifende Projekt vereinte Schülerinnen und Schüler, Ehemalige, Pensionierte sowie Laien und professionelle Musikerinnen und Musiker. Sie haben am Wochenende «Carmina Burana» von Carl Orff sowie ausgewählte Kompositionen von Ennio Morricone aufgeführt. Darunter Highlights aus «Spiel mir das Lied vom Tod» und «Cinema Paradiso». 230 Mitwirkende, unter anderem der Canti-Chor, das Kanti-Orchester, der Ehemaligenchor sowie ein erweitertes Ensemble, haben für ein eindrückliches musikalisches Erlebnis zwischen Wucht, Dramatik und Emotion gesorgt.
Die musikalische Leitung lag bei Harri Bläsi, Yannick Frateur, Anna Wyss-Kölbener und Patrick Rothenberger. Am Klavier begleiteten Angela Büchel und Michal Miszkiel.
Ihre Probenarbeit hat im September 2025 begonnen. Trotz kurzer gemeinsamer Ensemblezeit ist ein geschlossenes und kraftvolles Klangbild entstanden. Aus dem Orchester wurde bestätigt, dass das Zusammenspiel mit dem Chor sehr gut funktioniert habe.
Fortunas Rad zeigt die Gegensätze des Lebens
Das Werk selbst wurde als Spiegel des Lebens interpretiert – mit seinen Gegensätzen von Glück, Verlangen, Vergänglichkeit und Schicksal. Im Zentrum stand die Schicksalsgöttin Fortuna, deren Rad über Aufstieg und Fall entscheidet. Der mittlere Teil mit Frühling und Liebe bildete einen Kontrast voller Leichtigkeit, bevor das Werk im Finale erneut die Unberechenbarkeit des Lebens aufgriff.
Dirigent Harri Bläsi verglich das Orchester mit einem Schiff, das zunächst langsam in Fahrt komme, dann aber auf offener See nicht mehr zu stoppen sei, bis es seinen Hafen erreiche.
Solostimmen setzen besondere Akzente
Das Publikum reagierte bewegt: Eine Besucherin sprach von einem stark körperlich spürbaren Konzerterlebnis. Ein Kantonsschüler beschrieb die Mitwirkung als grosse Freude und besondere Ehre. Zwei Sängerinnen betonten, dass die Musik zwar nicht ihrem üblichen Hörstil entspreche, die Teilnahme jedoch umso eindrücklicher gewesen sei.
Zwei Solostimmen – Sopran Lea Bläsi und Alt Larisa Memeti – setzten besondere Akzente. Ergänzt wurden sie durch solistische Beiträge aus dem Ensemble, unter anderem an Oboe, Klavier, Violine, Gitarre und Englischhorn.
Musik verbindet Generationen
Beide Konzertabende wurden als voller Erfolg empfunden, wie die Veranstalter schreiben. Alles habe sich bestens gefügt. «Die Chemie zwischen Chorleitung und Ensemble hat Freude bereitet und ist im Publikum spürbar angekommen. Von den Sologesängen bis zu den solistischen Beiträgen der Instrumentalistinnen und Instrumentalisten hat alles harmoniert.» Eindrücklich habe sich an diesen Konzertabenden gezeigt, wie Musik verbindet: «Sie überwindet Alters- und Erfahrungsgrenzen und macht spürbar, wie lebendig und tragend gemeinsames musikalisches Schaffen sein kann.»
Wenn Fortuna das Rad dreht: musikalisches Grossprojekt