Ziele von Verfügung und Vorsorge: den eigenen Willen schützen | W&O

Sennwald 27.11.2025

Ziele von Verfügung und Vorsorge: den eigenen Willen schützen

Kürzlich lud das Altersheim Forstegg zu einem öffentlichen Informationsanlass ein. Er zog ein grosses, interessiertes Publikum an.

Von PD
aktualisiert am 27.11.2025
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Unter dem Titel «Patientenverfügung und Vorsorgeauftrag – Vorausdenken und selbst entscheiden» erhielten die Besucherinnen und Besucher praxisnahe Einblicke in zwei zentrale Instrumente der persönlichen Vorsorge. Das Interesse war gross: Der Saal füllte sich rasch, und viele nutzten die Möglichkeit, sich direkt von Fachpersonen beraten zu lassen.

Céline Fäh, Präsidentin der Kesb Werdenberg, erklärte die rechtlichen Grundlagen und zeigte auf, wann und weshalb die Kesb überhaupt tätig wird. Sie betonte, dass sowohl eine Patientenverfügung, eine Vollmacht als auch ein Vorsorgeauftrag das Ziel haben, den eigenen Willen zu schützen und Angehörige in Ihrer Entscheidungsfindung zu entlasten.

Jeder Mensch hat andere Voraussetzungen

Jacqueline Gavrani, Sozialarbeiterin bei der Pro Senectute, empfiehlt, eine Beratung bei der Erstellung von Patientenverfügung und Vorsorgeauftrag in Anspruch zu nehmen. So wird sichergestellt, dass rechtliche Formvorschriften eingehalten und Inhaltsmöglichkeiten vertieft besprochen werden. Jeder Mensch sei anders, habe andere Voraussetzungen, Erfahrungen und Wünsche, die es zu berücksichtigen gebe. Es sei auch nicht in jedem Fall nötig und sinnvoll einen Vorsorgeauftrag zu erstellen, zum Beispiel braucht es dazu mindestens eine Vertrauensperson.

Nach dem offiziellen Teil wurde rege diskutiert und informiert.
Nach dem offiziellen Teil wurde rege diskutiert und informiert.
PD

Die Pflegefachpersonen der Spitex Sennwald und des Altersheims Forstegg beleuchteten die Bedeutung der persönlichen Vorsorge aus Sicht der Betreuung und Pflege. Anhand konkreter Beispiele wurde sichtbar, wie wichtig eindeutige Anweisungen im medizinischen Ernstfall sind. Sie unterstrichen, dass viele Unsicherheiten bei Angehörigen vermieden werden können, wenn Vorsorgedokumente rechtzeitig erstellt und sauber formuliert sind.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Heimleiterin Petra Näf. Im Anschluss an den offiziellen Teil waren alle Gäste zum Apéro aus der Forsteggküche eingeladen. Viele nutzten die Gelegenheit für vertiefte Gespräche und individuelle Fragen an Fachpersonen. Der Abend zeigte, wie wertvoll es ist, rechtzeitig vorzusorgen – für sich selbst und für jene, die im entscheidenden Moment Verantwortung tragen müssten.