Zwei Teilverbandskranzer gebodigt: Erster Kranz für David Forrer | W&O

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Zwei Teilverbandskranzer gebodigt: Erster Kranz für David Forrer

Der Toggenburger Nachwuchsschwinger überraschte am Zürcher Kantonalschwingfest in Mettmenstetten.

Von PD
aktualisiert vor 9 Stunden

Vor 5100 Zuschauerinnen und Zuschauern konnte Samuel Giger das Zürcher Kantonalschwingfest in Mettmenstetten gegen Domenic Schneider im Schlussgang für sich entscheiden.

Doch für Aufsehen sorgte ein anderer: Der Überraschungsmann des Tages war  David Forrer aus Stein, welcher das Fest auf dem vierten Schlussrang als Neukranzer beendete.

Zwei Teilverbandskranzer gebodigt

Der Toggenburger Nachwuchsschwinger (Jahrgang 2009) trat am Zürcher Kantonalschwingfest eindrucksvoll in Erscheinung und holte sich seinen ersten Kranz. Damit folgt er früh den Spuren seines berühmten Götti – ebenfalls ein Forrer, Schwingerkönig und Besitzer von 151 Kränzen.

Der 17-jährige Forrer zeigte einen starken Wettkampf: Mit vier Siegen, einem Gestellten und einer einzigen Niederlage erreichte er den vierten Platz. Dabei verlief der Auftakt ins Schwingfest verhalten. Gegen Pascal Bussien (Stäfa ZH) gab es zwar noch eine glatte 10,00. Doch im zweiten Gang unterlag er dem gleichaltrigen Marco Graf (Rehetobel AR). In den folgenden drei Gängen war Forrer aber nicht zu bremsen. Hintereinander bodigte er den kantonalen Kranzer Patrick Rüegg (Rämismühle ZH) sowie die beiden Teilverbandskranzer Martin Schuler (Wädenswil ZH) und Gian Maria Odermatt (Uster ZH) – für sämtliche Siege erhielt der Toggenburger die höchste Note. Im sechsten Gang bekam es David Forrer erneut mit einem Teilverbandskranzer zu tun. Mit einem Gestellten gegen Janos Bachmann (Wildberg ZH) ging für ihn das Schwingfest zu Ende.

Damit durfte Forrer erstmals vor die Ehrendamen treten und das begehrte Eichenlaub entgegennehmen – ein Moment, den der junge Toggenburger wohl nicht so schnell vergessen wird.

St.Galler fleissigste Kranz-Sammler

Aus St.Galler Sicht sorgte nicht nur Forrer für eine Überraschung. Der ein Jahr ältere Flavio Lenherr (Abtwil) überzeugte das Zürcher Publikum mit vier Siegen und zwei Niederlagen und sicherte sich mit Platz sechs ebenfalls seinen ersten Kranz.

Für Damian Ott (Dreien), den Sieger des ersten Kranzfests der Saison 2026, wurde das Zürcher Kantonalschwingfest zu einem intensiven Prüfstein. Zwar startete der Toggenburger mit vier Siegen aus vier Gängen stark in den Wettkampf, doch fehlten ihm die hohen Noten, um sich an der Spitze entscheidend abzusetzen. Sämtliche Erfolge wurden lediglich mit der Note 9.75 bewertet – zu wenig, um im Kampf um den Schlussgang ernsthaft Druck aufzubauen. Hinzu kam, dass Ott durchwegs auf harte Gegner traf. Mehrmals musste er bis in die letzten Sekunden der Gangdauer kämpfen, ehe er doch noch eine Lösung fand. Gegen Samuel Giger, den späteren Festsieger, blieb Ott jedoch ohne Chance. Der Gang endete gestellt, und Gigers Vorsprung reichte aus, um Ott den Einzug in den Schlussgang zu verwehren. Im letzten Durchgang setzte sich Ott zwar nochmals gegen Roland Reichmuth aus der Innerschweiz durch – erneut mit der Note 9.75. Am Ende belegte er Rang drei.

Die St.Galler Schwinger präsentierten sich am Zürcher Kantonalschwingfest erneut als stärkste Kranzsammler. Von den insgesamt 27 abgegebenen Kränzen wanderten acht Exemplare in die Ostschweiz. Damit bestätigte der Kanton St.Gallen seine aktuelle Dominanz im Sammeln von Eichenlaub. Neben den bereits erwähnten Athleten klassierten sich gleich folgende St.Galler in den Kranzrängen: Patrik Kurmann (Gähwil) auf Rang zwei, Jan Mannhart (Flumserberg) auf Rang vier, Ramon Betschart (Kriessern) und Pascal Heierli (Horgen) auf Rang fünf sowie Sandro Gmür (Amden) auf Rang sieben.