236 Personen suchten Rat bei der Ehe- und Familienberatung | W&O

Region 20.03.2026

236 Personen suchten Rat bei der Ehe- und Familienberatung

Im Antoniusstübli der katholischen Kirchgemeinde Sennwald fand die DV des Vereins Ehe- und Familienberatung Sarganserland-Werdenberg statt. Im Vorstand folgt Patrick Siegfried auf Christian Hörler.

Von PD
aktualisiert am 20.03.2026

Präsidentin Karin Zimmermann durfte 15 Delegierte begrüssen. Einen besonderen Gruss richtete sie an den Gast Rolf Allenspach, Mitglied des Administrationsrats des katholischen Konfessionsteils von St.Gallen.

 Eröffnet wurde die Versammlung des Vereins Ehe- und Familienberatung Sarganserland-Werdenberg mit einem Impulsreferat von Corinne Defuns-Kohler, der Stellenleiterin in Sargans. Unter dem Leitgedanken «Hinter jedem Vorwurf steht ein versteckter Wunsch, ein unerfülltes Bedürfnis» zeigte sie anhand eines praxisnahen Fallbeispiels auf, wie Paare in eine Streitspirale geraten können. Gleichzeitig machte sie deutlich, welche Lösungsansätze in der Beratung erarbeitet werden, um solche Dynamiken zu durchbrechen. 

Die Geschäftsstelle ist eine wichtige Anlaufstelle

Im Jahresbericht blickte Präsidentin Karin Zimmermann auf ihr erstes intensives Amtsjahr zurück. «Im Gespräch bleiben – gemeinsame Visionen entwickeln» lautete dabei das zentrale Motto, das den Verein auch im Jahr 2026 begleiten wird. In ihrem Bericht wies sie zudem darauf hin, wie wichtig die Geschäftsstelle als zentrale Anlaufstelle für Ratsuchende ist und welch bedeutende Arbeit dort täglich geleistet wird. 

Einen vertieften Einblick in die Arbeit der Beratungsstelle gab Corinne Defuns-Kohler mit aktuellen Zahlen: Im vergangenen Jahr suchten 236 Personen Rat, woraus 136 Beratungsfälle resultierten. Die Themen reichen von Kommunikationsproblemen über Trennungsbegleitungen und Erziehungsfragen bis hin zu Aussenbeziehungen. Am häufigsten nehmen Paare im Alter zwischen 31 und 50 Jahren die Beratung in Anspruch. Auffallend ist zudem der wachsende Anteil an Ratsuchenden über 60 Jahren, oft verbunden mit Fragen und Unsicherheiten rund um die bevorstehende Pensionierung.

Ausserordentliche Steuerbelastung

Obwohl der Verein Minderkosten bei der Verwaltung sowie höhere Einnahmen bei freiwilligen Zuwendungen verbuchen konnte, führte eine ausserordentliche Steuerbelastung zu einem Jahresverlust von  14’625 Franken. Die Berichte, die Jahresrechnung 2025 sowie das Budget 2026 wurden von den Delegierten einstimmig genehmigt. 

Hörler verabschiedet

Bei den Wahlen kam es zu einer Veränderung im Vorstand: Pfarrer Christian Hörler trat nach fünf Jahren Vorstandstätigkeit zurück. Sein Engagement wurde mit einem Präsent verdankt. Als Nachfolger stellte sich der Buchser Pfarrer Patrick Siegfried zur Wahl. Er wurde einstimmig gewählt.

Im Anschluss an den offiziellen Teil nutzten die Anwesenden die Gelegenheit zum gemütlichen Beisammensein bei einem Apéro. In angeregten Gesprächen und froher Atmosphäre klang der Abend aus.