Die Pontoniere Buchs führten am vergangenen Samstag eine Talfahrt durch. Gemeinsam mit den Pontonieren aus Mumpf stand eine Fahrt auf dem Rhein von Chur nach Buchs auf dem Programm. Hierfür wasserten die Pontoniere vier Übersetzboote beim Kieswerk Calanda in Chur ein. Der Wasserstand war hoch genug, um auch die anspruchsvolleren Passagen sicher befahren zu können. Die Vorfreude war laut den Pontonieren bei allen spürbar, denn die letzte Talfahrt der Buchser Pontoniere lag bereits zehn Jahre zurück.
Nachdem die Boote ausgerüstet waren, konnte die Fahrt auch schon beginnen. Mit jeweils einem Steuermann im Heck und zwei Vorderfahrern im Bug des Schiffes nahm ein Boot nach dem anderen Fahrt auf. Die ersten Kilometer seien dabei in gemütlichem Tempo zurückgelegt worden.
Sicherheit geht im Wasser vor
Doch schon bald warteten die ersten anspruchsvollen Stellen auf die Teilnehmenden. Gemeinsam mit Fahrchef Remo Rothenberger wurden die schwierigen Passagen im Voraus besprochen und die optimale Fahrweise erklärt, damit alle gut vorbereitet waren. Besonders wichtig sei dies bei den Schwellen unterhalb der Tardisbrücke gewesen, erklären die Pontoniere. Dort blieb den Bootsführern auf dem Rhein nämlich nur wenig Zeit für Richtungswechsel, und die ideale Fahrlinie zwischen den Felsbrocken war schmal.
Bevor diese Passage befahren wurde, stiegen deshalb alle Passagiere bis auf den jeweiligen Bootstrupp aus. Denn mit allen Passagieren an Bord wäre das Boot zu schwer und so schwieriger zu manövrieren gewesen. Besonders tückisch waren die Felsbrocken, die nur knapp unter der Wasseroberfläche lagen. Da musste besonders Acht gegeben werden, um ein Kentern des Bootes zu verhindern. Trotz dieser Herausforderungen meisterten alle vier Boote diese Stelle gekonnt – auch wenn dabei das eine oder andere Mal etwas Wasser ins Boot schwappte. Erst dann stiegen die Passagiere wieder ein, und die Fahrt wurde fortgesetzt. Gemütlich ging es weiter bis auf Höhe Bad Ragaz, wo eine Mittagsrast eingelegt wurde. Danach nahmen alle vier Boote ihre Fahrt wieder auf.
Letzte Hürde vor Ankunft im Werdenberg
Doch eine weitere schwierige Passage wartete noch auf die Teilnehmer und Teilnehmerinnen: die Schwelle beim Ellhorn. Auch hier mussten die Passagiere vorübergehend aussteigen, damit die Boote möglichst wendig blieben. Die lange Schwelle erforderte laut den Teilnehmenden nochmals volle Konzentration, denn erneut musste der beste Weg zwischen den Felsbrocken gefunden werden. Doch auch diese schwierige Stelle konnten alle Boote gut bewältigen.
Anschliessend konnte die Fahrt bis nach Buchs problemlos zu Ende geführt werden. In Buchs angekommen, wurden die Boote wieder ausgewassert und das gesamte Material versorgt.
Anspruchsvolle Talfahrt durch den Rhein