Die Terz-Stiftung setzt sich als Interessenvertreterin für ein selbstbestimmtes und aktives Leben im Alter ein und führt Befragungen in Institutionen durch. Aufgrund der Bewertungen der teilnehmenden Personen erteilt sie das Terz-Label. Dieses belegt – basierend auf der Zufriedenheit von Bewohnenden, Angehörigen, Mitarbeitenden und Freiwilligen – dass der Mensch in der jeweiligen Institution im Mittelpunkt steht. Gleichzeitig dienen die Umfragen der Qualitätssicherung und zeigen auf, wo Entwicklungspotenzial oder Handlungsbedarf besteht.
Bewertung muss mindest 7 von 10 Punkte erreichen
Wie es in einer Medienmitteilung heisst, informierte das PBZ Büelriet Anfang Mai über die Ergebnisse der Befragungen. Im ersten Teil wurden die Resultate den Mitarbeitenden präsentiert. Jörg Niessen, Heimberater der Terz-Stiftung, habe durch die Auswertungen in den Arbeitsbereichen Pflege, Hauswirtschaft sowie Gastronomie und Service geführt. Er gratulierte zum Terz-Label, das die Mitarbeitenden mit ihrer Bewertung ihrem Arbeitgeber zusprachen. Eine Institution erhält diese Auszeichnung, wenn mehr als die Hälfte der Mitarbeitenden an der anonymisierten Umfrage teilnimmt und die Ergebnisse einen Mittelwert von mindestens 7 von 10 Punkten erreichen.
Neben der standardisierten Befragung seien auch gezielte, spezifische Büelriet-Fragen gestellt worden. So konnten weitere Aspekte vertieft beleuchtet werden. Zusätzlich zur Punktebewertung seien auch Aussagen der Teilnehmenden in die Auswertung eingeflossen. Sie helfen, die Rückmeldungen besser einzuordnen und konkrete Schlüsse daraus zu ziehen.
Vertreter von Gemeinderat, Betriebskommission und Zentrumsleitung hätten zur Kenntnis genommen, dass die PBZ-Mitarbeitenden das Heim mit einem hohen Wert als modern einschätzen, längerfristig in Sevelen arbeiten möchten und den Arbeitgeber weiterempfehlen würden. Als wichtigsten Aspekt nannten die Mitarbeitenden, dass es den Bewohnenden im Büelriet gut geht.
Bewohnende stellen dem PBZ gute Noten aus
Besonders positiv seien die Rückmeldungen der Bewohnenden, Angehörigen und Freiwilligen ausgefallen. Alle drei Werte lägen über 8 von 10 Punkten. Die Bewohnenden zeigen sich unter anderem überdurchschnittlich zufrieden mit der Sauberkeit oder dem Gastronomieangebot der Büelriet-Küche.
Auch die Angehörigen stellen dem Büelriet ein sehr gutes Zeugnis aus. Sie hätten vor allem die Freundlichkeit der Mitarbeitenden, die altersgerechte Infrastruktur, die Pflege und die Sauberkeit gelobt. Erwähnenswert ist auch, dass alle an der Befragung teilnehmenden Angehörigen das PBZ Büelriet weiterempfehlen würden.
Sehr gute Rückmeldungen kommen auch von den Freiwilligen. Sie bewerten ihre Zufriedenheit am höchsten. Besonders geschätzt würden die gute Einsatzplanung, die Flexibilität, die Ansprechpersonen und die Veranstaltungen für die Bewohnenden.
Mehr individuelle Angebote gewünscht
Die Befragungen zeigen aufgrund der ergänzenden Rückmeldungen aber auch, wo das Büelriet weiter hinschauen soll. Genannt werden unter anderem der Wunsch nach mehr individuellen Angeboten oder eine stärkere Nutzung des Aussenraums. Die Mitarbeitenden thematisieren speziell die hohe Arbeitsbelastung in der Pflege, die Teamkultur oder den Umsetzungsprozess des Leitbildes.
Die Ergebnisse der Terz-Stiftung seien damit Lob und Auftrag zugleich. Das Büelriet darf sich über viel Vertrauen von Bewohnenden, Angehörigen, Mitarbeitenden und Freiwilligen freuen. Gleichzeitig decken die Befragungen jedoch auf, woran weitergearbeitet werden kann.
Das Führungsteam von Zentrumsleiter Martin Göldi befasste sich deshalb bereits in einem Folgetreffen mit dem von der Terz-Stiftung erstellten «Qualitätsmanagement-Tool», das – basierend auf der Befragung und Äusserungen – konkrete Handlungsempfehlungen und mögliche Massnahmen eruiert. So soll das PBZ Büelriet seinen Weg als wichtiger Wohn-, Pflege-, Arbeits- und Begegnungsort in Sevelen weiter stärken.
Befragung belegt: Im «Büelriet» steht der Mensch im Mittelpunkt