Gold für die Stadt mit 81,3 Prozent | W&O

Buchs vor 6 Stunden

Gold für die Stadt mit 81,3 Prozent

Im Rahmen der St.Galler Green Days wurde der Stadt die Energiestadt-Auszeichnung feierlich überreicht.

Von PD
aktualisiert vor 6 Stunden

Die Verleihung bildete den Auftakt der Veranstaltung. Seit 2001 trägt die Stadt Buchs das Label Energiestadt, seit 2013 erfüllt sie auch die verschärften Kriterien für Energiestadt Gold. Mit einem Erfüllungsgrad von 81,3 Prozent (für die Gold-Auszeichnung erforderlich sind mindestens 75 Prozent) konnte Buchs die hohen Anforderungen erneut bestätigen und gehört damit weiterhin zu den Vorreitern in der kommunalen Energiepolitik. Das geht aus einer Medienmitteilung der Stadt Buchs hervor.

Regierungsrätin Susanne Hartmann überreichte die Auszeichnung im Namen des Kantons St. Gallen. In ihrer Ansprache hob sie die kontinuierliche und konsequente Arbeit der Stadt hervor. Auch Stadtpräsident Rolf Pfeiffer unterstrich in seiner Rede die Bedeutung der Rezertifizierung:

Die erneute Auszeichnung als Energiestadt Gold ist eine Bestätigung unseres langjährigen Engagements und zugleich Ansporn, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen.

Ergänzend würdigte Stephan Tobler vom Trägerverein Energiestadt die Leistungen der Stadt und die erfolgreiche Verankerung der Energiepolitik auf allen Ebenen.

Green Days und Buchser Suffizienzsymposium

Die Verleihung fand im Rahmen der kantonalen Green Days statt, die vom Amt für Wasser und Energie des Kantons zum fünften Mal durchgeführt wurden. Die Veranstaltungsreihe umfasste 40 Angebote und deckte zentrale Themen des kantonalen Energiekonzepts ab. In diesem Rahmen organisierte die Klimakommission der Stadt zum vierten Mal das Buchser Suffizienzsymposium.

Auch in diesem Jahr konnten hochkarätige Referierende gewonnen werden: Philipp Lepenies, Professor für Politik mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit an der Freien Universität Berlin, beleuchtete unter dem Titel «Konsum, Verbot und Freiheit» die politische Dimension des Verzichts. Henrik Nordborg, Professor für Physik an der OST, zeigte mit «Projekt Hoffnung» konkrete Perspektiven im Umgang mit aktuellen Krisen auf.

In der Diskussion gemeinsam mit Stadtrat Fred Rohrer wurde klar, dass es zur Umsetzung von Suffizienzmassnahmen notwendig ist, die Bevölkerung mitzunehmen. Sei dies, wie von Nordborg angestossen, um Druck auf die Politik auszuüben, oder aber im Sinne von Lepenies, um Politikerinnen und Politiker zu wählen, die den Mut aufbringen, die durchaus legitimen Optionen Verzicht und Verbot auf den Tisch zu bringen.

Die Veranstaltung wurde von Bettina Walch, Geschäftsführerin Plan Biodivers GmbH, moderiert. Im Anschluss nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit zum Austausch.