Das Debakel um die Mehrzweckhalle | W&O

Salez | Sennwald vor 7 Stunden

Das Debakel um die Mehrzweckhalle

Aus Sicht von Walter Dütschler möchten viele Sennwalder Stimmbürger verschiedene Fragen rund um die Mehrzweckhalle verständlicher erklärt haben.

Von Walter Dütschler
aktualisiert vor 7 Stunden

Erstens: Die Schule muss für die Bevölkerung verständlich aufzeigen, wie der Bedarf für die Pflichtsportstunden ist. Eine künftige Belegungsstudie kann ziemlich genau nach den aktuellen Geburten bis und mit der 6. Primarstufe berechnet werden. Als Vergleich sollen die heutigen schulischen Turn- und Sportstunden in der Halle dienen. Zu berücksichtigen ist, dass trotz vieler Neuwohnungen die Geburten- und Kinderzahlen wahrscheinlich nicht gleich synchron wachsen werden.
Nach der Ablehnung einer Zweifach-Mehrzweckhalle muss für die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger klar ersichtlich sein, wo der schulische Bedarf an einer Turnhalle ist. Sollte die Auslastung für eine Zweifachhalle nicht genügend sein, soll geklärt werden, ob die Schule die Turnstunden mit einer zeitlichen Stundenplanergänzung unterbringen kann. Als Variante müssten Turnstunden auch an den vier anderen Standorten geprüft werden.

Wenn die Turnstunden der Primarschule Salez und der Oberstufe Sennwald für eine Zweifach-Sporthalle ausgewiesen sind, darf es kein Wenn und Aber geben. Dann muss zeitnah ein neues, einfacheres Projekt geplant und dieses auch gebaut werden.

Zweitens: An dem ablehnenden Abstimmungsresultat sind wahrscheinlich die Mehrzwecknutzung und die hohen Kosten schuld. Für viele Stimmbürgerinnen und Stimmbürger ohne direkten Nutzen sind der sehr hohe Preis und die bis anhin kaum benutzte Bühne ausschlaggebend; und für wen braucht es bis zu 600 Stühle, wenn doch nur sehr wenig Parkplätze vorgesehen sind?

Das sind Fragen, die viele Stimmbürger, auch weniger Zugängliche, genauer und verständlicher erklärt haben möchten.

Drittens: Ist eine Zweifach-Turnhalle schulisch geklärt und ausgewiesen, dann sind die treibenden Vereine gefragt. Auch die Vereine, Abendsportler, Turnieranbieter sowie mögliche Versammlungs- und Festorganisatoren sollen ihren Bedarf und ihre Bedürfnisse genauer und verständlich aufzeigen. Für eine Mehrzweckeinrichtung darf auch eine finanzielle Beteiligung der ausserschulischen Nutzer, sprich Vereine die einen Bedarf fordern, nicht ausgeschlossen werden. Für einen grossen Teil der Stimmberechtigten ist nicht alles Sache der Gemeinde.

Viertens: Es soll zeitnah aufgezeigt werden, was bei der jetzigen Turnhalle alles fehlt und was das für Kosten nach sich zieht – sei das zur Erdbebensicherheit, zum baulichen Zustand (undichtes Dach), aber auch zu den Empfehlungen oder gar Vorschriften des Bundesamts für Sport.

Walter Dütschler, Oberdorfstrasse 3, 9465 Salez