Im Rahmen der vierten Sitzung der Trilateralen Regierungskommission ÖV haben der St.Galler Regierungspräsident Beat Tinner, der Vorarlberger Landesstatthalter Christof Bitschi und der Liechtensteiner Regierungsrat Daniel Oehry die erfolgreiche Zusammenarbeit weiter vertieft. Wie es in einer Medienmitteilung des liechtensteinischen Ministeriums für Infrastruktur und Justiz heisst, standen bei dem Treffen in Nendeln konkrete Verbesserungen für die Fahrgäste, koordinierte Angebotsentwicklungen sowie strategische Weichenstellungen für die kommenden Jahre im Mittelpunkt. Dabei seien weitere wichtige Fortschritte für einen leistungsfähigen, grenzüberschreitend abgestimmten öffentlichen Verkehr angeregt worden.
Tarifsysteme schrittweise angleichen
Die trilaterale Zusammenarbeit habe bereits zu sichtbaren Verbesserungen geführt, wird in der Mitteilung festgehalten. Zentral seien dabei die schrittweise Integration der Tarifsysteme über die Landesgrenzen hinweg, etwa durch erweiterte Kombitarife, erste tarifliche Angleichungen und neue grenzüberschreitende Angebote wie das Dreiländer-Firmenabo. Gleichzeitig seien Angebot und Information für die Fahrgäste verbessert worden, unter anderem durch bessere Sichtbarkeit grenzüberschreitender Verbindungen.
Besonders hervorzuheben seien die messbaren Wirkungen auf das Mobilitätsverhalten: Initiativen wie die Mobilitätsallianz zeigten, dass der Umstieg vom motorisierten Individualverkehr auf den öffentlichen Verkehr und den Langsamverkehr bereits erfolgreich erfolge. Ergänzend seien erste Angebotsausbauten und infrastrukturelle Modernisierungen insbesondere im Bereich der Bahnen umgesetzt beziehungsweise gestartet worden. Dies als die Grundlage für eine langfristig leistungsfähige und attraktive grenzüberschreitende Mobilität.
Fahrten über die Grenze sollen einfacher werden
Im Fokus der nächsten Jahre stünden nun die weitere Vertiefung der Integration hin zu einem nahtlosen, grenzüberschreitenden System, heisst es in der Mitteilung weiter. Ein zentrales Vorhaben ist dabei die Einführung von «Seamless Travel» (nahtloses Reisen), das Reisen über Ländergrenzen hinweg nochmals deutlich vereinfachen soll. Der grenzüberschreitende öffentliche Verkehr entwickle sich dabei Schritt für Schritt zu einem integrierten, kundenfreundlichen Gesamtsystem – getragen von einer starken partnerschaftlichen Zusammenarbeit über die Ländergrenzen hinweg.
Turnusgemäss übernahm das Fürstentum Liechtenstein vom Kanton St. Gallen den Vorsitz des Gremiums für das kommende Jahr. Im Jahr 2027 wird Vorarlberg den Vorsitz übernehmen. Die vierte Sitzung der Trilateralen Regierungskommission ÖV unterstreiche, dass die enge Zusammenarbeit zwischen St. Gallen, Vorarlberg und Liechtenstein Früchte trage, während gleichzeitig wichtige Weichen für die Zukunft gestellt werden, wird in der Mitteilung abschliessend festgehalten.
Der ÖV über die Grenze soll noch einfacher werden