Der Staat als Goldesel | W&O

Oberschan • vor 1 Stunde

Der Staat als Goldesel

Leserbriefschreiber Johannes Hugentobler über die Beziehung zwischen Bürger und Staat.

Von Johannes Hugentobler
aktualisiert vor 1 Stunde

«Sorry, liebe Gen-Z, aber es ist Krieg in Europa!», Ausgabe vom 23. Oktober

Herzlichen Dank, Herr Remo Hess für Ihren Artikel zum Thema Gen-Z und Ansprüche an den Staat. Man erinnere sich an Kennedys Inaugurationsrede von 1961: «Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst.» Wie viele doch leider wie wenig von dieser Aussage halten. Staat als Nachtwächter und Goldesel. Rahmenbedingungen zu setzen ist wichtig, für eine Infrastruktur zu sorgen ebenfalls, keine Frage. Schul- und Krankenhäuser müssen intakt sein, Bildungsaufträge klar. 

Aber die einzelnen Menschen haben sich auch anzustrengen, Durststrecken und schwierigere Lebensphasen müssen erduldet werden. Und wenn dann dazu noch nicht etwa Marxens organisiertes und diszipliniertes Proletariat, sondern ein kriminelles Lumpenpack dazukommt, dann ist der Teufel los. Tröstlich: Mag mich an die Zeit erinnern, als die Devise berühmt wurde: «Macht aus dem Staat Gurkensalat». Hat sich überlebt, zum Glück.

Johannes Hugentobler, Pradaweg 8, 9479 Oberschan