Zuerst möchte ich der Redaktion herzlich danken für die beiden Artikel auf Seite 6 des W&O am Mittwoch, 7. Oktober. Der Artikel über die Reservistin Shari Mendes gibt einen kleinen Einblick, was viele Israelis am 7. Oktober 2023 und in den Wochen danach ertragen mussten. Unbeschreiblich! Es gibt in Israel wahrscheinlich niemanden, der durch das grausame Massaker nicht betroffen ist.
Im zweiten Artikel über die sich unverstanden fühlenden Israelis spiegelt sich der weltweit grassierende Antisemitismus, Antizionismus in dem sich verbreitenden Hass gegen die Juden auf der ganzen Welt wider. Und überhaupt nicht logisch nachvollziehbar ist das Verbünden von Islamismus mit der linken Szene, die sich heute offen zeigt, wie etwa beim Feiern des Wahlerfolges in Berlin.
Nicht verständlich für mich sind die angeblichen Aussagen von Nahost-Experte J. Macaron. Ein Weiterbestehen der Hamas in irgendeiner Form kann weder in Gaza noch in Judäa und Samaria erlaubt werden.
Das erklärte Ziel der Organisation ist das Auslöschen des jüdischen Volkes, ich gehe hier sogar einen Schritt weiter. Nicht nur die Hamas, sondern auch die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) mit ihrem nunmehr seit mehr als 20 Jahren ohne Wahlen regierenden Präsidenten Abbas schaffen es nicht, den Passus über das Auslöschen des jüdischen Staates aus ihren Chartas zu löschen. Dies war 1993 bei den Verhandlungen in Oslo ein Vertragspunkt, der von der PA bis heute nicht umgesetzt wurde.
Seit Oktober 2023 war ich viermal in Israel und habe zahlreiche Israelis getroffen und oft ihre Geschichten angehört. Dabei kam immer wieder der Wunsch nach Frieden ins Gespräch. Auf der anderen Seite habe ich auch mit Arabern (mit israelischem Pass), die gut leben im israelischen Staat, gesprochen.
Eines dieser Gespräche hat mich ziemlich erschüttert, als wir auf die Juden zu sprechen kamen: Diese sollen doch zurück nach Europa oder wo sie auch hergekommen sind. Es gibt jedoch Hoffnung, und die liegt in unserem Glauben an Jesus Christus (den Juden). In Israel leben sowohl Juden, die Jesus als ihren Messias erkannten, als auch Araber, die an Jesus als ihren Heiland glauben, im wahren Frieden zusammen.
Zitat aus der Bibel, Epheserbrief 2, 13-15: «Jetzt aber, in Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst fern wart, durch das Blut des Christus nahe geworden.» Denn er ist unser Friede. Er hat aus beiden eins gemacht und die Zwischenwand der Umzäunung, die Feindschaft, in seinem Fleisch abgebrochen. Er hat das Gesetz der Gebote in Satzungen beseitigt, um die zwei – Frieden stiftend – in sich selbst zu einem neuen Menschen zu schaffen.
Werner Dallapiazza, St.Gallerstrasse 44, 9470 Buchs
Es gibt Hoffnung im Glauben