Die Region will in Bern vertreten sein: Das Rennen um die Nationalratssitze beginnt | W&O

14.01.2023

Die Region will in Bern vertreten sein: Das Rennen um die Nationalratssitze beginnt

Werdenberger Politikerinnen und Politiker wollen sich der Herausforderung einer Nationalratskandidatur stellen.

Von Robert Kucera, Armando Bianco
aktualisiert am 28.02.2023
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Am 22. Oktober finden die Gesamterneuerungswahlen in den Nationalrat statt. Wie eine W&O-Umfrage ergeben hat, fühlen sich mehrere Politikerinnen und Politiker berufen, ihre Laufbahn im Nationalrat fortzusetzen. Wer von ihnen es auf die Liste ihrer Partei schafft, entscheidet sich erst an den kantonalen Parteitagen.

Thomas Toldo, Stephanie Fassbind, Michael Eberli

Die FDP Werdenberg teilt mit, dass sie zwei Kandidaten für die Nationalratswahlen vorschlägt. Zum einen ist dies Stephanie Fassbind aus Grabs (FDP Frauen Kanton St. Gallen), die sich wie folgt äussert: «Als junge, im Werdenberg verwurzelte Person möchte ich die Interessen unserer spannenden Region und den Kanton St. Gallen im Nationalrat in Bern vertreten. Im Betriebsökonomiestudium habe ich gelernt, dass fundiertes Wissen, Engagement und Netzwerke das A und O sind, damit gemeinsam etwas erreicht werden kann. Ich bin überzeugt, dass ich die Eigenschaften und das Engagement mitbringe, die es für eine erfolgreiche Kandidatur braucht.»
 Thomas Toldo, Sevelen.
Thomas Toldo, Sevelen.
Bild: PD
Mit dem Kantonsrat Thomas Toldo aus Sevelen hat das Werdenberg einen zweiten Kandidaten, der sich für den nächsten Schritt bereit fühlt: «Wohlstand bedingt eine gesunde Wirtschaft und eine gesunde Wirtschaft braucht Freiräume. Freiräume entstehen durch liberale und finanzierbare Lösungen. Lösungen müssen einfach verständlich und nachhaltig sein. Nachhaltigkeit wird durch Fortschritt und Innovation begünstigt. Daran glaube ich und dafür möchte ich mich in der nationalen Politik einsetzen.»
 Michael Eberli Buchs.
Michael Eberli Buchs.
Bild: PD
Für die Umweltfreisinnigen St. Gallen, die unter dem Dach der FDP politisiert, tritt der Buchser Michael Eberli an. «Ich engagiere mich für eine liberale und nachhaltige Politik, die ökonomische, soziale und ökologische Ziele ganzheitlich berücksichtigt. Heute legen wir die Grundlagen für unsere Kinder, Enkel und Urenkel. Und eines der brennendsten Themen ist die Energieversorgung. Die Schweiz hat in der Vergangenheit schon oft gezeigt, dass sie visionäre Projekte aufgleisen und umsetzen kann. Statt nochmals einen langen Tunnel in einen Berg zu bohren könnte eine «Nachhaltigkeits-Industrie» unser nächste grosses Generationenprojekt werden.

Katrin Schulthess, Josef Gähwiler, Alexander Hatziisaak

 Katrin Schulthess, Grabs.
Katrin Schulthess, Grabs.
Bild: PD
Wenn die SP Kanton St. Gallen ihre Kandidatinnen und Kandidaten für den Nationalrat nominiert, wird auch das Werdenberg vertreten sein. Vorgeschlagen für die Hauptliste ist Katrin Schulthess, Gemeinderätin und Kantonsrätin aus Grabs. Sie hält zu ihrer Kandidatur fest: «In Zukunft brauchen wir tragfähige Lösungen in unterschiedlichen Bereichen. Ich engagiere mich für soziale Gerechtigkeit, Chancengleichheit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf und eine sichere Gesundheitsversorgung. Ich setzte mich für einen schonungsvollen Umgang mit unseren Ressourcen ein. Und das Wohl unserer Kinder und Jugendlichen liegt mir besonders am Herzen. Sie sind die Pfeiler unserer Gesellschaft – sie sind unsere Zukunft und brauchen unsere Aufmerksamkeit und Unterstützung. Mit Präventions- und Früherkennungsmassnahmen können wir die Weichen stellen für eine starke nachkommende Generation.»
 Josef Gähwiler, Buchs.
Josef Gähwiler, Buchs.
Bild: PD
Gemäss der SP Werdenberg werden auf der zweiten Liste Josef Gähwiler aus Buchs und Alexander Hatziisaak aus Wartau für eine Kandidatur vorgeschlagen.
 Alexander Hatziisaak, Wartau.
Alexander Hatziisaak, Wartau.
Bild: PD

Sascha Schmid

Einen lokalen Kandidaten für die Nationalratswahlen strebt auch die SVP Werdenberg an. In einer Mitteilung schreibt die Partei, dass Kantonsrat Sascha Schmid aus Buchs Interesse angemeldet hat. Zu seiner Kandidatur äussert sich Schmid mit folgenden Worten: «Nach bald sieben Jahren im St. Galler Kantonsrat, davon seit gut zwei Jahren als Vizepräsident der SVP- Fraktion und Mitglied der Finanzkommission, bin ich für den Schritt in die nationale Politik bereit. Leider stelle ich immer wieder fest, dass gewisse Probleme nur auf Bundesebene gelöst werden können. Als Nationalrat möchte ich mich daher für eine möglichst eigenständige Versorgung mit Energie und Lebensmitteln, eine effektive Begrenzung der Zuwanderung nach australischem oder kanadischem Vorbild und mehr Freiheit für unsere Bürger und Unternehmen einsetzen.»
 Sascha Schmid, Buchs.
Sascha Schmid, Buchs.
Bild: Benjamin Manser

Weitere Kandidatinnen und Kandidaten können folgen

Weitere Kandidatinnen und Kandidaten aus dem Werdenberg, die sich innerhalb ihrer Partei für die Gesamterneuerungswahl des Nationalrats empfehlen möchte, sind bis dato nicht bekannt. Die Mitte schreibt, dass mit «Kandidierenden aus der Region Werdenberg zu rechnen ist.» Konkretes wird es erst nach der Nominationsversammlung am 5. April zu berichten geben. Eine Antwort schuldig blieben dagegen die Bezirksparteien EVP Werdenberg sowie die GLP Werdenberg.