Die vier Abwasserreinigungsanlagen (ARA) in Altstätten, Oberriet, Rüthi und Sennwald wurden zwischen 1960 und 1980 gebaut. Bei mehreren stehen in den kommenden Jahren erhebliche Investitionen an. Gleichzeitig steigen die gesetzlichen und umwelttechnischen Anforderungen. Die vier Gemeinden wollen die Investitionen deshalb an einem Ort bündeln.
Im Rahmen einer Regionalstudie haben sie Altstätten als Standort für die ARA Oberes Rheintal ins Auge gefasst.
Nicht nur wirtschaftlich, sondern auch technisch bietet eine gemeinsame Anlage Vorteile: Moderne Prozesssteuerung, Labor, Überwachung und weitere technische Einrichtungen können gemeinsam genutzt und einheitliche Betriebs- und Qualitätsstandards umgesetzt werden, schreibt die Lenkungsgruppe in einer Mitteilung. Die neue Anlage soll zudem beim Gewässerschutz bessere Leistungen erzielen, unter anderem bei der Stickstoffelimination und der Elimination von Mikroverunreinigungen.
Wissen und Kompetenzen gezielt einsetzen
«Eine moderne ARA ist längst kein einfacher Klärbetrieb mehr», heisst es weiter. Die Verfahren und technischen Anforderungen würden anspruchsvoller. In einer gemeinsamen Anlage können Fachwissen und Spezialkompetenzen gebündelt und innerhalb eines grösseren Teams gezielter eingesetzt werden.
Das verbessere die Möglichkeiten für Stellvertretungen, Pikett- und Bereitschaftsdienste und verringere die Abhängigkeit von einzelnen Schlüsselpersonen.
Öffentliche Infoanlässe zur ARA Oberes Rheintal
Am 28. Oktober, um 19.30 Uhr, findet im Sonnensaal in Altstätten ein erster Informationsanlass zur geplanten ARA statt. Im Frühjahr 2027 folgen vor den Bürgerversammlungen weitere Informationsanlässe in Sennwald (15. Februar), Oberriet (25. Februar) und Rüthi (24. März). Die genauen Durchführungsorte und Startzeiten werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.
Eine ARA, viele Vorteile: Nun geht es ans Informieren