Neue Kläranlage fürs Abwasser von Sennwald wird in Altstätten gebaut | W&O

Sennwald / Altstätten vor 2 Stunden

Neue Kläranlage fürs Abwasser von Sennwald wird in Altstätten gebaut

Der Standortentscheid für die geplante gemeinsame ARA Oberes Rheintal ist gefallen. Die Gemeinschaftsanlage der Stadt Altstätten sowie der Gemeinden Oberriet, Rüthi und Sennwald soll in Altstätten gebaut werden.

Von pd
aktualisiert vor 2 Stunden

Die Stadt Altstätten und die drei Gemeinden Oberriet, Rüthi und Sennwald wollen ihre Abwasserreinigung künftig gemeinsam organisieren. Nachdem sich die vier Gemeinden auf eine gemeinsame Abwasserreinigungsanlage geeinigt hatten, wurde im Rahmen einer vertieften Standortstudie untersucht, wo diese realisiert werden soll. Nun ist der Standortentscheid gefallen, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Die neue Anlage soll unweit der heutigen Altstätter Kläranlage realisiert werden.

Verglichen worden waren die bestehenden ARA-Standorte in Altstätten und Oberriet sowie ein allfälliger Standort in Kriessern. Auf eine detaillierte Prüfung der Standorte Rüthi und Sennwald wurde aufgrund der engen Platzverhältnisse und der hydraulischen Gegebenheiten verzichtet. Altstätten erwies sich dabei als am besten geeignet.

Standorte wurde gründlich geprüft

Gegen den Standort in Oberriet sprachen unter anderem die Nähe zum Siedlungsgebiet und zu einer Hochspannungsleitung. Ein komplett neuer Standort in Kriessern hätte vollständig erschlossen werden müssen und wäre entsprechend aufwendiger gewesen. Zudem hätten aus raumplanerischer Sicht technische und wirtschaftliche Gründe für einen Neubau an diesem Standort sprechen müssen. Dies war nicht der Fall.

In Altstätten kann die neue Anlage hingegen auf der Wiese westlich des Stadtbachs und damit in unmittelbarer Nähe zur bestehenden ARA realisiert werden. Man habe dabei nicht einfach den bestehenden Standort übernommen, sondern verschiedene Möglichkeiten sowie Vor- und Nachteile sorgfältig gegeneinander abgewägt, wird in der Mitteilung der Altstätter Stadtrat Andreas Broger zitiert, der gleichzeitig Leiter der Lenkungsgruppe ist:

Altstätten bietet in der Gesamtbetrachtung die besten Voraussetzungen. Sowohl für die Realisierung als auch für einen langfristig sicheren und leistungsfähigen Betrieb.

Ein weiterer Vorteil sei, dass die bestehende ARA Altstätten während der Bauphase der neuen Anlage weiterbetrieben werden könne. Erst nach Inbetriebnahme der Gemeinschaftsanlage soll die bestehende Anlage rückgebaut werden.

Bevölkerung hat das letzte Wort

Der nun gefällte Standortentscheid sei ein wichtiger Meilenstein, bedeute aber noch nicht den definitiven Bauentscheid, wird in der Mitteilung festgehalten. Für die gemeinsame Planung, Finanzierung, Erstellung und den späteren Betrieb der Anlage soll ein Zweckverband ARA Oberes Rheintal gegründet werden. Über den Beitritt diesem Zweckverband befinden die Vertragsgemeinden voraussichtlich im Spätherbst, respektive im Frühjahr 2027an ihren Bürgerversammlungen.

Noch nicht abgestimmt werde über den Baukredit. Über diesen werde zu einem späteren Zeitpunkt separat entschieden, sofern alle vier Gemeinden dem Zweckverband beitreten und die Vereinbarung durch das zuständige Departement genehmigt wird.