Emil Ziemer fährt an Junioren-WM zu Bronze | W&O

Motocross vor 1 Stunde

Emil Ziemer fährt an Junioren-WM zu Bronze

Unter schlechten Voraussetzungen Stärke gezeigt: Der Obertoggenburger Emil Ziemer fährt in Tschechien aufs WM-Podest.

Von PD
aktualisiert vor 1 Stunde

Die Nachwuchsförderung von Swiss Moto trägt Früchte. An der kürzlich ausgetragenen Junioren-WM in  Jinín (Tschechien) vermochten sich in der international hart umkämpften 125-ccm-Kategorie gleich drei Schweizer für die Finalrennen zu qualifizieren. Unter ihnen der 15-jährige Emil Ziemer aus Unterwasser, der für einen historischen Moment sorgte. Und dies, nachdem er nach einer Erkrankung vor dem Wettkampf zwei Kilogramm Körpermasse verlor.

Erfolg ist keine Selbstverständlichkeit

Im ersten Lauf dominierte Ziemer während acht Runden das Rennen und fuhr schliesslich als starker Zweiter ins Ziel. Im zweiten Lauf verlief der Start nicht optimal, doch der Obertoggenburger kämpfte sich vom zwischenzeitlichen neunten Rang bis auf Platz sechs nach vorne. Trotz eines Sturzes blieb er fokussiert und sicherte sich in der Tageswertung den dritten Rang. Damit gewann Emil Ziemer die Bronzemedaille an der Junioren-Motocross-Weltmeisterschaft 2026. Es siegte Ricardo Bauer aus Österreich vor Sleny Goyer aus Frankreich.

Nach dem Vize-Weltmeistertitel von Jeremy Seewer im Jahr 2011 und dem dritten  Rang von Mike Gwerder 2019 ist dies ein lang ersehnter Höhepunkt für den Schweizer Motocross-Sport auf Weltmeisterschaftsebene.
Dieser Erfolg ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass Emil Ziemer  vor zwei Jahren nach einem schweren Unfall nicht einmal sicher sein konnte, ob Motorradfahren überhaupt wieder möglich sein würde. Die Leistung des Unterwässlers im tschechischen Jinín steht deshalb nicht nur für sportliches Talent, sondern auch für aussergewöhnliche mentale Stärke, Disziplin und Willenskraft.