Fastenaktion: Eigenes Saatgut sichert Zukunft | W&O

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Fastenaktion: Eigenes Saatgut sichert Zukunft

Zur ökumenischen Fastenkampagne gibt es in den Werdenberger Kirchgemeinden und Pfarreien zahlreiche Anlässe.

Von PD
aktualisiert vor 14 Stunden
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Am kommenden Aschermittwoch, 18. Februar, mit Beginn der Fastenzeit startet die ökumenische Kampagne von Heks/Brot für Alle, Fastenaktion und Partner sein. Sie führt den Dreijahreszyklus zum Thema «Hunger» mit dem Motto «Zukunft säen» weiter. Je grösser die Vielfalt an Saatgut und Lebensmitteln, desto reichhaltiger und gesünder ist die Ernährung, wird in der Medienmitteilung der Kampagne betont. Doch diese Vielfalt werde nicht zuletzt durch die Marktmacht der grossen internationalen Agrarkonzerne bedroht. Dies gefährdet die Ernährungssicherheit von Millionen von Menschen im Globalen Süden. Die ökumenische Kampagne setzt sich dieses Jahr insbesondere für das Recht auf lokales Saatgut ein – eine zentrale Grundlage für eine hoffnungsvolle Zukunft.

Vielfältiges Saatgut schafft Sicherheit

Wichtig ist laut Fastenaktion, dass das Saatgut an unterschiedliche klimatische Bedingungen und Böden angepasst ist und verschiedene Resistenzen aufweist. Für eine ökologische Landwirtschaft ist eine grosse Sortenvielfalt wesentlich. Zu verdanken sei sie denjenigen Bäuerinnen und Bauern, die ihr Saatgut seit Jahrtausenden weiterentwickelt und gehütet haben.

In vielen Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas basiert die Landwirtschaft auf dem eigenen Saatgut, das die kleinbäuerlichen Familien aus ihrer Ernte gewonnen, mit den Nachbarn getauscht oder auf dem lokalen Markt erworben haben. Doch diese Vielfalt ist nur noch ein Rest von dem, was einmal war. Ein Beispiel: In Indien gab es in den 1960er-Jahren 110'000 Reissorten, heute sind noch 6000 übrig. Bei vielen weiteren Lebensmitteln ist es ähnlich. Das ist eine gefährliche Entwicklung. Denn eine solche Monotonie macht die Landwirtschaft anfällig für Schädlinge, Fröste, Dürren, Überschwemmungen.

Zahlreiche Veranstaltungen im Werdenberg

Im Werdenberg sind im Rahmen der Kampagne zahlreiche Veranstaltungen geplant. In Buchs findet am 22. Februar um 10.30 Uhr in der Evangelischen Kirche der ökumenische Gottesdienst mit dem Chor ConTigo zur Eröffnung der Fastenzeit mit anschliessendem Suppentag im Kirchgemeindehaus statt.

Ebenfalls am Sonntag, 22. Februar, gestaltet in der evangelischen Kirche Grabs um 10 Uhr die Kommission «Brot für Alle» den Gottesdienst der Kirchgemeinde Grabs-Gams, umrahmt von der Dorfmusig. Anschliessend wird Pfarrer Dr. Christian Weber von Mission 21 über das Projekt in Malaysia berichten, gefolgt vom Suppenzmittag. Zusätzlich finden freitags, am 27. Februar und am 27. März im Begegnungszentrum Gallus sowie am 6., 13. und 20. März im Kirchgemeindehaus, jeweils um 12.15 Uhr, ökumenische Suppenzmittage statt.

Auch am 22. Februar, um 10.30 Uhr, feiern die methodistische, reformierte und katholische Kirche in Sevelen im Dreikönigssaal gemeinsam ökumenischen Gottesdienst mit dem Projektchor des Kirchenchors; anschliessend gemeinsamer Suppenzmittag. Einen ökumenischen Suppentag gibt es am Sonntag, 8. März, um 10.30 Uhr, auch in Gams in der Oase. In Sennwald findet am 15. März (Suppensonntag), um 10.30 Uhr, ein katholischer Gottesdienst in der Antoniuskirche statt. In der Evangelischen Kirchgemeinde Sennwald findet am 8. März der Gottesdienst mit anschliessendem Suppenzmittag um 10.30 Uhr in der Kirche Rüthi statt.

Weiters verkaufen Freiwillige Fair-Trade-Rosen zugunsten der Projekte von Fastenaktion und HEKS am Samstag, 14. März, in der Bahnhofstrasse Buchs, in Grabs vor Migros, Volg und Post, bei den Volg-Läden in Gams, Azmoos und Oberschan, in Frümsen ab 6 Uhr vor der Bäckerei und in Salez ab 9 Uhr vor der Metzgerei Goldener. Die Brotaktion gibt es in der Fastenzeit in Trübbach bei der Bäckerei Hermann und im Volg in Sax und Sennwald.