Final im Einzel und Medaille mit dem Team knapp verpasst | W&O

Schiessen 08.05.2026

Final im Einzel und Medaille mit dem Team knapp verpasst

Der Gamser Sportschütze Christoph Dürr schoss an der EM in Osijek gut – aber nicht gut genug.

Von PD
aktualisiert am 08.05.2026

Zum Auftakt der Europameisterschaft 25/50m in Osijek (Kroatien) hat Christoph Dürr am Freitag den Finaleinzug im Dreistellungswettkampf über 50 Meter knapp verpasst.

Nach 196 Punkten in der ersten Serie kniend geriet der Gamser Sportschütze in einem äusserst hochstehenden Teilnehmerfeld früh unter Zugzwang. Die frühen Punktverluste erwiesen sich als Hypothek. Doch Dürr kämpfte sich mit einer starken  Leistung im Liegendanschlag in Reichweite der Finalplätze zurück. Mit 199 Punkten gelang ihm die stärkste Schweizer Serie des Tages. Stehend erzielte der 30-Jährige dann jedoch 97 und 96 Punkte. Er klassierte sich mit einem Total von 588 Punkten und 30 Innenzehnern auf Rang 14. Für den Finaleinzug waren 589 Punkte und 33 Innenzehner erforderlich.

Fehlende Ruhe und zu sehr auf den Wind geachtet

Auch in der Teamwertung wurde es knapp: Das Trio Dürr, Fabio Wyrsch und Jan Lochbihler klassierte sich am Ende auf Rang sechs mit dem Total von 1756. Auf Bronze fehlten lediglich zwei Punkte.

Christoph Dürr äusserte sich zum Wettkampf wie folgt: «Der Wettkampfstart war alles andere als optimal. 96 ist für mich zu tief.» Er mutmasst, dass ihm in der ersten Serie die letzte Ruhe etwas gefehlt hat. Zudem habe er sich teilweise zu stark auf den Wind konzentriert. «Dreimal 9,9 Punkte waren aber auch etwas Pech.» Dass am Ende nur ein Punkt zum Finaleinzug  fehlte, sei «im Nachhinein etwas bitter». Aufgrund des bisherigen Saisonverlaufs und seines Gefühls im Training habe er gewusst, «dass etwas möglich ist – aber es sollte heute halt nicht sein.»

Ähnlich äusserte sich Dürr zur Teamwertung: «Auch dort knapp neben dem Podest. Es ist schon etwas bitter.» Trotzdem blickt er optimistisch nach vorne: «Wir lassen uns nicht unterkriegen. Wir haben noch ein paar Wettkämpfe vor uns. Jetzt schauen wir, was die nächsten Tage bringen.»