Kurhotel Kamor ist aufgerichtet: Der Rohbau der Freilichtbühnenkulisse steht | W&O

Rüthi vor 3 Stunden

Kurhotel Kamor ist aufgerichtet: Der Rohbau der Freilichtbühnenkulisse steht

Auf dem Spielareal Werben entsteht derzeit die aufwendige Kulissenlandschaft für das Theaterstück Kurhotel Kamor. Der Hotelbau im Stil der 1920er-Jahre ist dabei mit seiner dominanten Präsenz das Herzstück der Produktion.

Von PD
aktualisiert vor 3 Stunden

In den vergangenen Tagen herrschte emsiges Treiben am Fusse des Blattenberges: Holzelemente wurden angeliefert, Wände verschraubt und Böden verlegt. Der zentrale Hauptbau der Kulisse – das Kurhotel Kamor – wurde Anfang April aufgerichtet. Das imposante Gebäude ist mit seinen rund zwölf Metern Höhe und 17 Metern Breite das höchste Kulissenobjekt in der über 30-jährigen Geschichte der Freilichtbühne Rüthi. «Das Kurhotel spiegelt den Aufbruch in die 1920er-Jahre und den Ausbau des mehrheitsfähigen Tourismus wider», sagt die künstlerische Leiterin Simona Specker. «Mit seiner Grösse und Ausstattung soll die Opulenz dieser Epoche unmittelbar auf die Bühne gebracht werden – und gleichzeitig ist es für die Schauspielerinnen und Schauspieler möglich, die Lobby, zwei Zimmer und eine Terrasse zu bespielen. So können sie unmittelbar in das Geschehen und in diese Zeit authentisch eintauchen.»

36 Kubikmeter Holz und tausende Nägel

Rund ein Jahr dauerte die Planung des Baus. Professionelle technische Zeichnungen wurden erstellt und unzählige Details gemeinsam besprochen. Das 20-köpfige Bauteam, das unter der Leitung von Toni Good und Karl Mattle arbeitet, ist überwiegend zwischen 60 und 80 Jahre alt und verfügt über eine langjährige Erfahrung im Kulissenbau. «Es ist überwältigend, dass so viele motivierte Personen aus der Region beim Kulissenbau mithelfen», freut sich Toni Good.

Für den Bau kamen etwa 36 Kubikmeter Holz zum Einsatz. Zusätzlich wurden etliche Schrauben und tausende Nägel verwendet, um die Gebäude und Elemente stabil und bespielbar zu machen. «Es ist eine Herausforderung, die Kulisse so zu gestalten, dass sie nicht nur optisch beeindruckt, sondern auch funktional ist. Das Ensemble muss sich frei bewegen können. Das verlangt Präzision im Bau», sagt Toni Good.

Neben der handwerklichen Präzision spielt die Sicherheit beim Kulissenbau eine zentrale Rolle. Die Bauarbeiten müssen den Suva-Vorschriften folgen, die heute deutlich komplexer sind als früher. Das Bauteam hat daher sämtliche Arbeitsstellen sorgfältig eingerüstet, Gefahrenherde umgehend behoben und für den Schutz jedes Einzelnen gesorgt.

Hohe Nachfrage nach Tickets

Obwohl sich die Kulisse noch im Rohbau befindet, werden die Plätze auf der Zuschauertribüne bereits rege gebucht. Aufgrund der hohen Nachfrage wurden am 9. und 16. September zwei Zusatzvorstellungen ins Programm aufgenommen. Wer sich ein Ticket für die Vorstellungen vom 4. bis 26. September 2026 sichern möchte, kann dies online auf www.kurhotelkamor.ch tun.