Mitwirkung abgeschlossen, Vorprüfung läuft: So geht es mit der neuen Seilbahn Hoher Kasten weiter | W&O

Alpstein vor 2 Stunden

Mitwirkung abgeschlossen, Vorprüfung läuft: So geht es mit der neuen Seilbahn Hoher Kasten weiter

Vor der amtlichen Publikation wurden die Neubaupläne für die Seilbahn Hoher Kasten zur Mitwirkung aufgelegt. Laut dem Bezirk Schwende-Rüte wurde dieses Angebot mehrfach genutzt.

Von Manuel Fässler
aktualisiert vor 46 Minuten
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Die Seilbahn auf den Hohen Kasten muss erneuert werden. Wie bei den anderen grossen Seilbahnen im Appenzellerland auch, ist es Zeit für eine grössere Sanierung.

Die Verantwortlichen der Seilbahn Hoher Kasten wollen die Gelegenheit gleich für einen Neubau nutzen. Sie legen ein Projekt vor, das eine neue Bahn mit nur einem Mast vorsieht. Aus zwei mach eins. Dafür soll die neue Stütze 96 Meter hoch sein und nicht wie bis anhin 35. Das Vorhaben kostet schätzungsweise 17 bis 20 Millionen Franken. Der Verwaltungsrat verfolgt das Ziel, die neue Seilbahn vor dem Jahr 2030 in Betrieb zu nehmen.

Seit Anfang des Jahres lagen die Unterlagen zum Quartierplan Seilbahn Hoher Kasten beim Bezirk Schwende-Rüte auf. Die Bevölkerung war zur Mitwirkung eingeladen. Am Montag lief die Frist ab.

Einzelne Meldungen eingegangen

Laut Barbara Schärli, Leiterin der Bezirksverwaltung Schwende-Rüte, sind mehrere Beiträge eingegangen. Man werde aber bis Ende Woche zuwarten, ob noch Briefe bei der Verwaltung eintreffen. Von diesen Meldungen sei eine aus einem anderen Kanton. Bei einem solchen Verfahren spielt die Herkunft der Mitwirkenden keine Rolle, sagt Schärli. Es sei jedem freigestellt, sich mit guten Ideen oder Anregungen zu melden.

So sei es auch bezüglich der Neubaupläne der Seilbahn Hoher Kasten gewesen. Interessierte hätten angeregt, ob dies oder jenes bei der Planung bedacht wurde. Oder sie hätten an einigen Stellen aus ihrer Sicht bessere Ideen eingebracht.

Persönliches Befinden geäussert

Konkret gab es laut Schärli Anregungen zum genauen Verlauf der Seilbahn und zum Standort der Stütze. Dass eine neue Bahn gebaut werden muss, sei unbestritten. Dagegen sei auch kein Widerstand bei der Bezirksverwaltung eingegangen. Es ging also um persönliches Befinden. Im Sinne von: Wenn die Bahn neu gebaut wird, könnte man sie ja so bauen, dass möglichst wenige Menschen davon betroffen sind.

Im Gespräch könnten solche Unsicherheiten, die durch Quartierplanungen grundsätzlich ausgelöst werden, aber meist geklärt werden. Schärli berichtet von Anwohnern, die sich die aufgelegten Pläne in der Bezirksverwaltung angeschaut haben. Mit einer kurzen Erklärung zu den Plänen konnte sie Unsicherheiten schnell aus der Welt schaffen.

Dass nicht mehr Mitwirkungseingaben beim Bezirk eingetroffen sind, liegt laut Schärli auch daran, dass die Verantwortlichen der Seilbahn Hoher Kasten für die Direktbetroffenen einen Informationsanlass durchgeführt haben. Dort konnten diese ihre Anregungen und Befürchtungen direkt äussern.

Weiteres Vorgehen beim Neubauprojekt

Parallel zum Mitwirkungsverfahren liegen die Planungsunterlagen bei der Standeskommission zur Vorprüfung. Diesbezüglich warte man derzeit auf eine Antwort, sagt Schärli. Die Aussagen aus dem Mitwirkungsverfahren werden nun vom Planungsbüro und dem Bezirksrat besprochen und verarbeitet. Einzelne Punkte könnten dabei neu in den Quartierplan hereingenommen oder herausgestrichen werden.

Dann folgt der Ablauf laut Schärli dem üblichen Quartierplanverfahren. Die Unterlagen werden amtlich publiziert, es besteht die Möglichkeit für Einsprachen gegen den Quartierplan. Wann es so weit ist, kann Schärli nicht abschätzen. Das hänge von der Dauer der Vorprüfung und der Verarbeitung durch den Rat und das Planungsbüro ab.