Nein zum Abbau bei der SRG | W&O

Region vor 2 Stunden

Nein zum Abbau bei der SRG

Leserbrief-Autor Sepp Gähwiler sen. ist nicht einverstanden mit Marcel Dobler, der einen Gastkommentar zur 200-Franken-Initiative geschrieben hat.

Von Sepp Gähwiler sen.
aktualisiert vor 2 Stunden
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«Die Gebührensenkung stärkt die Demokratie», Gastkommentar zur SRG-Initiative in der Ausgabe vom 4. Februar

«200 Fr. sind genug» könne als «Wundermittel» bezeichnet werden, meint Herr Dobler, da die Verminderung der Gebühren die Demokratie stärke. Weil der Service public ein Eingriff in den freien Markt sei, müsse der Auftrag genau definiert und eingegrenzt werden. Wer darf dann aber bei der Definition und Eingrenzung des Auftrags mitreden? Etwa nur die Befürworter der 200-Franken-Initiative und Aktionäre von Privatmedien? Sicher nicht SRG-Leute, die wären ja per se schon befangen!

Wenn ich beim Rundumzappen am Fernseher auf private Sender stosse, ist ein häufiger Grund fürs Weiterzappen der, dass ich dieselbe Sendung vor drei, vier oder fünf Stunden schon mal gesehen habe, oder dass mich das tendenziöse und banale Thema einfach nicht interessiert.

Herr Dobler schreibt auch über die hohen Kosten für Private: 1350 Franken in zehn Jahren. Mit Verlaub, das sind pro Tag ca. 90 bis 95 Rappen! Das sind mir schon die «Tagesschau» und «10 vor 10» wert. Dazu kommen häufig auch noch die «Rundschau», «Schweiz aktuell» und weitere Info- und andere Sendungen wie zum Beispiel «Telesguard» (meine Mutter war romanisch sprechend). Und auch beim Angebot von Spielfilmen gibt sich die SRG mehr Mühe als ausländische TV-Sender mit kitschigen Krimi- und Horrorfilmen, einfach gestrickten Weihnachts- und anderen Komödien.

Und wollen wir in der Schweiz wirklich eine Medienlandschaft, die aus Blochers Gratiszeitungen sowie mehr Macht und Möglichkeiten für Milliardäre wie Zuckerberg und Musk besteht? Und ausgerechnet der rechte Flügel der FDP, sowie die SVP, die sich gerne als «die Urschweizer mit Hellebarden» bezeichnen, wollen mit diesen internationalen Milliardären zusammenarbeiten? Darum, aus meiner Sicht: Nein zur 200-Franken-Initiative.

Sepp Gähwiler sen., Neugutgrabenstrasse 4, 9470 Buchs