Die Schweizer Meisterschaften der Nachwuchskategorien J1 (U18) und J3 (U12) hätten ursprünglich am Pfingstwochenende im Hallenbad Le Lignon in Genf stattfinden sollen. Zwei Wochen vor Wettkampfbeginn wurde jedoch das 50-Meter-Becken aufgrund eines technischen Defekts unbenutzbar. Der Anlass musste deshalb kurzfristig in das deutlich kleinere Bad Tivoli, ebenfalls in Genf, verlegt werden.
Was Folgen hatte: Aufgrund der geringen Badgrösse durfte sich maximal eine Anzahl von 50 Athletinnen, Richtern und Zuschauenden gleichzeitig im Bad aufhalten. Swiss Aquatics entschied daher schweren Herzens, die Wettkämpfe der Kategorie J3 (U12) ersatzlos zu streichen. Für diese Kategorie lagen bereits über 100 Anmeldungen vor – eine Durchführung wäre unter den gegebenen Bedingungen unmöglich gewesen.
Auch für die ältere Kategorie brachte der Wechsel grosse Anpassungen mit sich. Das 25-Meter-Becken im Tivoli sowie die niedrige Deckenkonstruktion liessen die Durchführung der Wettkämpfe in der freien Teamkür und der Akrobatik-Kür nicht zu. Die akrobatischen Wurfelemente dieser Kürprogramme erreichen oft Höhen von über drei Metern über der Wasseroberfläche und hätten die Sicherheit der Fliegerinnen sowie der übrigen Teammitglieder gefährdet.
Buchserinnen zweimal in den Top Ten
Somit reiste der SC Flös Buchs mit einer ungewohnt kleinen Truppe zu den nationalen Nachwuchswettkämpfen an. Lediglich die Duett- und Soloschwimmerinnen der Kategorie J1 (U18) nahmen die Reise nach Genf in Angriff.
Rebecca Jütz und Jule-Marie Kirschbaum starteten am Samstag im freien Duett und erreichten souverän Platz sechs. Auch im technischen Solo überzeugte Rebecca Jütz mit einer starken Kür. Sie führte die anspruchsvollen Elemente souverän aus und klassierte sich auf dem 13. Rang.
Die Liechtensteinerin Kira Beck zeigte im freien Solo eine starke Leistung und belegte ebenfalls den 13. Rang. Besonders ihr artistischer Ausdruck wurde von den Wertungsrichtern mit hohen Noten belohnt. Ein Abzug im dritten Element verhinderte jedoch eine noch bessere Platzierung.
Im technischen Duett präsentierte Kira Beck gemeinsam mit Samira Kalberer eine saubere und fehlerfreie Kür. Das Duo belegte den achten Schlussrang und liess dabei mehrere Duos aus Sportschulen der grossen Schweizer Städte hinter sich.
Wie zu vernehmen war, sucht Swiss Aquatics nun bis zu den Sommerferien nach einem alternativen Austragungsort, um den Schweizer Clubs doch noch einen Start in der Akrobatik-Kür zu ermöglichen. Für den Buchser Schwimmclub bleibt die Lage aber angespannt, und man muss hoffen, dass er in kompletter Besetzung antreten kann. Denn bei vielen Athletinnen stehen dieses Jahr die Abschlussprüfungen bevor.
SC Flös nur mit einem Rumpfteam am Start