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Schreiner dürfen stolz auf ihren Nachwuchs sein

85 Schreinerinnen und Schreiner EFZ sowie 13 Schreinerpraktiker EBA sind für ihren erfolgreichen Lehrabschluss ausgezeichnet worden. Die Obertoggenburgerin Martina Looser gehört zu den besten Schreinerinnen des Kantons.

Von pd
aktualisiert vor 1 Stunde

An der Abschlussfeier der Schreiner durfte sich Martina Looser aus Krummenau besonders freuen: Sie absolvierte ihre Lehre bei der Schreinerei Stolz in Unterwasser und schloss mit der Note 5,2 ab. Alle Lernenden mit einer Note von 5,2 oder höher erhielten als persönliche Anerkennung ein Sackmesser.

Die Übergabe der Fähigkeitszeugnisse der Schreinerfachschule Buchs und Flawil fand letzte Woche im «Zauberhut» von Knies Kinderzoo in Rapperswil statt. Sie stand unter dem Motto «Bildung gemeinsam denken». Passend dazu wurde der Anlass von drei Verbänden getragen: dem Verband Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten Thur-Linth, dem Liechtensteiner Schreinerverband und dem Schreinerverband Kanton St.Gallen.

Berufsbildung gelingt gemeinsam

Für Urs Hungerbühler, Präsident des Schreinerverbands Kanton St.Gallen, zeigte der Abend, was Berufsbildung im Schreinerhandwerk ausmacht. «Sie gelingt dann, wenn Lernende, Lehrbetriebe, Berufsbildnerinnen und Berufsbildner, Schule, Familien und Verbände am gleichen Strick ziehen», erklärt der Verbandspräsident. Das Miteinander sei nicht nur während der Lehre entscheidend, sondern auch später im Berufsleben, wenn es darum gehe, Wissen zu teilen, Lösungen zu entwickeln und das Handwerk weiterzubringen.

Diesen Gedanken nahm auch Bruno Müller, Amtsleiter des Amts für Berufsbildung des Kantons St.Gallen, in seiner Ansprache auf. Holz sei ein Werkstoff mit eigener Struktur, eigener Geschichte und eigenen Eigenheiten. Weiter hielt Müller in seiner Festansprache fest: «Gute Ergebnisse entstehen nicht zufällig. Es braucht Wissen, Können, Sorgfalt und sicher auch viel Erfahrung.» Vor allem aber brauche es Menschen, die zusammenarbeiten. Sein Fazit an die Absolventinnen und Absolventen lautete deswegen: «Berufsbildung funktioniert am Schluss nur gemeinsam.»

Drei Gedanken gab Bruno Müller den jungen Berufsleuten mit auf den Weg: Sie sollen neugierig bleiben, ihr Netzwerk pflegen und stolz auf ihr Handwerk sein. «Der Abschluss ist ein sichtbares Zeichen der Leistung. Noch wichtiger sind aber die Erfahrungen, Fähigkeiten und Beziehungen, die während der Lehrzeit entstanden sind.»

Ausgleich gehört dazu

Dass neben der Lehre auch Ausgleich wichtig ist, zeigte der Abend ebenfalls. Moderator Philipp Langenegger sprach mit drei Lernenden über deren besondere Hobbys. Die beiden Sportlerinnen Luana Lutz, Kunstradfahrerin, und Jenny Mosch, Schwarzpulverschützin, gaben Einblick, wie sie Ausbildung, Training und Wettkampf miteinander verbinden. Fotograf Eleno Gallo stellte seine Leidenschaft neben dem Schreinerhandwerk vor.

So wurde die Feier nicht nur zu einem Abend der Fähigkeitszeugnisse und Auszeichnungen, sondern auch zu einem Zeichen dafür, was das Motto «Bildung gemeinsam denken» konkret bedeutet. Es braucht starke Lehrbetriebe, engagierte Schulen, unterstützende Familien, verlässliche Verbände und junge Berufsleute, die ihr Handwerk mit Freude und Ehrgeiz ausüben.

Absolventinnen und Absolventen aus der Region

Schreiner/in EFZ: Note 5,2: Martina Looser, Krummenau (Schreinerei Stolz, Unterwasser). Weitere erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen: Elijah Raphael Eberle, Gams (Schöb AG, Gams); Ladina Huber, Alt St. Johann (Schreinerei Stolz, Unterwasser); Silvan Jung, Gams (Alpiger Holzbau AG, Sennwald); Dominik Meier, Grabs (Schreinerei Paul Stricker GmbH, Grabs). – Schreiner EBA: Juled Ramadani, Buchs (Noldi Frommelt Schreinerei AG, Schaan).