«Vollgas für den Grimsel-Tunnel», Ausgabe vom 15. Juli
Eine «Auto-Rösti» für 100 Millionen Franken, bestellt von der Vereinigung der Autoimporteure, wurde dieser bewilligt von Bundesrat Rösti. Statt 200 Millionen Strafsteuer für den Import von grossen Benzinschluckern müssen sie nur die Hälfte bezahlen, 100 Millionen sind ein Geschenk von Bundesrat Rösti, der vor seiner Wahl eben diese Vereinigung präsidierte.
Eine «Oberhaslitaler Rösti» wird noch teurer für den Steuerzahler, nämlich ein Grimseltunnel für 800 Millionen Franken, ein Anliegen und Projekt von Bundesrat Rösti, das ausser den Einheimischen eigentlich niemand ernsthaft bestellt hat.
Verkehrsfachleute schütteln darüber nur den Kopf: ohne wirklichen Nutzen, zu teuer und absolut nicht prioritär. Jetzt soll mit einem Bauauftrag von 550 Millionen Druck auf den politischen Prozess gemacht werden.
Richtig ans Geld geht es mit dem Projekt einer «Strahlen-Rösti», einem neuen Atomkraftwerk, an das Bundesrat Rösti denkt! Ein neues AKW wäre frühestens ab 2050 betriebsbereit, ohne staatliche Beteiligung nicht realisierbar, zu teuer, zu unsicher, zu unrentabel. Dafür bringt aber diese Diskussion eine Unsicherheit und unheilvolle Bremswirkung beim Ausbau und den Investitionen in effektiv erneuerbare Energien in den nächsten 25 Jahren.
Mit Sicherheit übersteigen die Kosten der verfehlten Klimapolitik und die Schäden in allen Bereichen (Klimakatastrophen, Umweltschäden, Landwirtschaft, Städtebau, Verkehrspolitik) sehr bald die Investitionen. Aber Bundesrat Rösti beruhigt: Wir tun ja ohnehin schon genug in der Klimapolitik.
Ich aber bin sehr beunruhigt über diese Verkehrs- und Klimapolitik des «gmögigen» Haslitaler Verkehrsministers.
Otto Ackermann, Profasonweg 7, 9476 Fontnas
Teure Berner-Rösti aus dem Haslital!