U23-WM von Annatina Lippuner: Rückenschmerzen und Enttäuschung | W&O

Ringen • 19.10.2026

U23-WM von Annatina Lippuner: Rückenschmerzen und Enttäuschung

Annatina Lippuner (RC Oberriet-Grabs) musste sich im Achtelfinal geschlagen geben.

Von PD
aktualisiert am 19.10.2026

Für Annatina Lippuner vom Ringerclub Oberriet-Grabs führte der Weg im Oktober an die U23-Weltmeisterschaften im amerikanischen Las Vegas. Die ehemalige Junioren-Vize-Europameisterin und Junioren-Vize-Weltmeisterin trat in der Gewichtsklasse bis 62 Kilogramm im Trikot des Schweizer Nationalteams an.

Die Vorfreude auf die Weltmeisterschaften war riesig. Endlich wieder auf der grossen internationalen Matte zu stehen und sich mit den besten Athletinnen ihrer Altersklasse zu messen, war für Lippuner ein wichtiger Moment. Doch die Voraussetzungen für den Wettkampf waren alles andere als ideal. Während des letzten grossen Vorbereitungstrainingslagers in Japan begannen bei Lippuner Rückenprobleme. Die Schmerzen waren teilweise extrem. Sie konnte deshalb nicht auf der Matte trainieren.

Der Wille war grösser als der Schmerz

Dass sie in Las Vegas überhaupt antreten konnte, verdankte sie auch der Unterstützung einer Physiotherapeutin des deutschen Nationalteams, die ihr half, wieder stehen und ringen zu können. Warum sie trotz der körperlichen Probleme an der Weltmeisterschaft teilnahm, erklärt Lippuner wie folgt: «Ich habe schon viel aufgrund von Verletzungen verpasst, und hier war einfach mein Wille grösser als der Schmerz.»

Auf der Matte endeten die U23-Weltmeisterschaften für die Grabserin früher als erhofft. Im Achtelfinal bekam sie es mit der Mongolin Byambasuren Khulan zu tun. Annatina Lippuner unterlag nach Punkten mit 2:6. Rückblickend sieht sie nicht den Rücken, ihre mentale Verfassung oder ihre körperliche Leistungsfähigkeit als entscheidenden Faktor für die Niederlage. Vielmehr fehlten ihr nach der langen Rehabilitationszeit wichtige Trainingskämpfe, Wettkämpfe und die wichtigen Matteneinheiten in den Trainings.

Trotz der Enttäuschung blickt Lippuner nach vorne. Sie weiss, dass ihre sportliche Entwicklung mit diesem Resultat nicht abgeschlossen ist. «Ich fahre jetzt zwar enttäuscht nach Hause. Aber ich weiss, meine Reise geht weiter und ich werde neu angreifen.»