Das Ziel des Ausflugs war das Windkraftwerk in Haldenstein, wo sich seit mittlerweile 13 Jahren ein Windrad der Calandawind AG dreht – ein Pionierprojekt in der Region.
Wie der Vereinsvorstand in einer Medienmitteilung schreibt, wurden die Besucherinnen und Besucher von Jürg Michel, Mitinhaber der Betreiberfirma, empfangen. In seiner Führung schilderte er eindrücklich die Anfänge des Projekts. Damals sei Windkraft in Graubünden noch weitgehend unbekannt gewesen, entsprechend gross waren die Hürden – sowohl planerisch als auch gesellschaftlich. Heute sei die Akzeptanz in der Bevölkerung hoch. So hat die Stimmbevölkerung von Chur den planerischen Grundlagen für ein zweites, grösseres Windrad mit über 80 Prozent zugestimmt. Wo Windenergie konkret erlebt wird, schwinden Vorbehalte.
Untersuchungen geben Entwarnung
Ein wichtiges Thema beim Besuch war auch der Naturschutz. Die Betreiber legen grossen Wert darauf, mögliche negative Auswirkungen gering zu halten. Bereits 2015 zeigte eine Studie in Zusammenarbeit mit der Vogelwarte Sempach, dass Vögel die Rotoren meiden und umfliegen. Auch neuere Untersuchungen geben Entwarnung bei Umweltfragen: Der Kanton Graubünden untersuchte 2025, ob sich unter und neben der Anlage erhöhte PFAS-Werte im Boden finden lassen – mit negativem Befund.
Die Seveler Besucherinnen und Besucher zeigten sich beeindruckt von den technischen Aspekten und vom wirtschaftlich erfolgreichen Betrieb. Das Windrad läuft zuverlässig und rentabel, ohne Mensch und Natur übermässig zu belasten.
Beim anschliessenden Apéro wurde engagiert weiterdiskutiert. Für den Verein ist klar: Windenergie kann auch in Sevelen eine wichtige Rolle spielen. Zwar existieren dort bislang erst vage Projektideen für drei mögliche Anlagen. Der Blick nach Haldenstein mache jedoch Mut, heisst es in der Mitteilung.
Verein Rückenwind besuchte Windrad in Haldenstein