Wer hat die schönste Weide im südlichen Kanton? | W&O

Region 23.06.2026

Wer hat die schönste Weide im südlichen Kanton?

Vielen Landwirten gelingt es, artenreiche Weiden zu erhalten. Das ist das Fazit der Weidenmeisterschaft.

Von PD
aktualisiert am 23.06.2026

Die Weidenmeisterschaft im UNO-Jahr der Weiden und Hirten zeigt, wie Landwirtschaft und Biodiversität Hand in Hand gehen können. Insgesamt wurden 21 Flächen aus der Region Werdenberg, Sarganserland sowie See und Gaster für den Wettbewerb angemeldet – ein starkes Zeichen für das Engagement der Bäuerinnen und Bauern zugunsten artenreicher Weiden.

Die Träger der Weidenmeisterschaft sind: St.Galler Bauernverband, Birdlife, Naturwissenschaftliche Gesellschaft St.Gallen, Landwirtschaftliches Zentrum (LZSG), Amt für Natur, Jagd und Fischerei und WWF St.Gallen.

Vielfalt ist Werbung für Besitzerinnen und Besitzer

«Eine blühende, artenreiche Weide bleibt nicht nur im Gedächtnis, sie wirbt auch für ihre Besitzerin oder ihren Besitzer – und für die Region, in der sie liegt», schreibt das LZSG. Eine Jury aus Fachpersonen der Trägerschaft beurteilte im Mai die angemeldeten Weiden im südlichen Kantonsteil. Dabei wurden die Weiden in zwei Kategorien eingeteilt: Weiden unter 950 Metern über Meer und Weiden über 950 Metern über Meer.

Dabei habe die Jury einmal mehr festgestellt, dass die Struktur- und Pflanzenvielfalt sowie das Blütenangebot auf extensiv genutzten Magerweiden höher ist, als auf intensiv genutzten Weideflächen.

Dazu tragen insbesondere «Weideunkräuter» sowie dornige und stachelige Sträucher wie Schwarzdorn, Weissdorn, Berberitze oder Hundsrose bei. Von dem vielfältigen, kontinuierlichen und hohen Blütenangebot während der gesamten Vegetationszeit profitieren zahlreiche Insektenarten, aber auch Spinnen, Reptilien, Vögel und Kleinsäuger.

Co-Projektleiter Alfred Brülisauer fasst den Eindruck der Beurteilung der Weiden in der Mitteilung wie folgt zusammen: «Wir waren insgesamt überrascht von der hohen Qualität der Flächen. Besonders erfreut hat uns das grosse Engagement der Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter.» Neben der Artenvielfalt seien auch Kriterien wie Flächengrösse und ökologische Vernetzung in die Bewertung einbezogen worden.

Preisverleihung folgt im September

Alle teilnehmenden Landwirtinnen und Landwirte sind am 5. September mit ihren Familien zu einem «Buurezmorge» in Quarten eingeladen. An diesem Anlass werden die artenreichsten und ökologisch wertvollsten Weiden ausgezeichnet. Die Erstplatzierten gewinnen eine Ballonfahrt für zwei Personen. Auf die Zweit- und Drittplatzierten warten Geschenkgutscheine.

«Mit ihrem Einsatz für die Erhaltung, Wiederherstellung oder Neuschaffung von Magerweiden leisten Bäuerinnen und Bauern einen wichtigen Beitrag, um die Biodiversität in der Schweiz zu erhalten», schreibt das LZSG.

Ziel der Meisterschaft ist es darum nicht nur, die Bedeutung von Magerweiden der Bevölkerung bewusst zu machen, sondern auch die Menschen zu würdigen, die zum Erhalt dieser Ökosysteme beitragen.